Lommiswil
Die ersten 13 Flurwege werden saniert

Die Gemeindeversammlung von Lommiswil genehmigt die Investitionen und das Budget. In den nächsten vier Jahren sollen 13 Flurwege saniert werden.

Lea Reimann
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Der Grabmattweg ist einer von 13 Flurwegen, die 2017 saniert werden.

Der Grabmattweg ist einer von 13 Flurwegen, die 2017 saniert werden.

Hanspeter Bärtschi

Die Gemeinde Lommiswil ist für Güterwege, Drainageleitungen und Grundstücke unterhaltspflichtig, welche sie in der seinerzeitigen Güterzusammenlegung übernommen hat.

Insgesamt besitzt sie 70 Güterwege. «Die damals übernommenen Güterwege sind teilweise in einem schlechten Zustand und müssen nun saniert werden», informierte Gemeinderatsmitglied Adrian Flury. Häufig sei die ungenügende Entwässerung ein Hauptmerkmal für den schlechten Zustand.

Die Periodische Wiederinstandstellung (PWI) aller 70 Güterwege soll nun angegangen werden und kostet gemäss Ingenieurbüro insgesamt etwa 1,4 Millionen Franken. Anfangen will man nun mit den 13 dringendsten Wegen, die in einer ersten Etappe während der nächsten vier Jahre saniert werden sollen. Dafür hat die Gemeindeversammlung am Montagabend 344'000 Franken gesprochen.

Dringend notwendig ist auch der Ersatz von veralteten Telefon- und IT-Anlagen in verschiedenen Gemeindeliegenschaften, dies im Rahmen von 83'000 Franken. Eine weitere grosse Investition ist das neue Mannschaftsfahrzeug für die Feuerwehr, für welches einstimmig ein Bruttokredit von 110'000 Franken gesprochen wurde. An diesen Kosten beteiligt sich die Solothurnische Gebäudeversicherung mit 35 Prozent. Insgesamt ist mit Nettoinvestitionen von rund 1,7 Millionen Franken zu rechnen.

Der Voranschlag 2017 wurde von den 51 Stimmberechtigten einstimmig genehmigt. «Unsere finanzielle Lage ist nach dem Abschluss 2015 geradezu ausgezeichnet» erklärte Gemeindepräsidentin Erika Pfeiffer einsteigend zur Budgetdebatte. Die Gemeinde verfüge über 1,8 Millionen Franken Eigenkapital. Auch der Rechnungsabschluss 2016 werde voraussichtlich besser ausfallen als budgetiert. Da in den nächsten Jahren aber hohe Aufwandüberschüsse zu erwarten sind, wird das Eigenkapital schrumpfen und liegt 2021 voraussichtlich bei nur noch 224'000 Franken.

Der Voranschlag 2017 verzeichnet einen Aufwandüberschuss von rund 53'000 Franken bei gleichbleibendem Steuerfuss von 127 Prozent für natürliche und 97 Prozent für juristische Personen. Aus dem Finanzausgleich erhält Lommiswil 453'300 Franken, also deutlich weniger als noch im letzten Jahr, dies wegen abnehmender «Härtefall»-Gelder.

Zum Schluss informierte Einwohnerin Karin Tschannen darüber, dass im Frühling ein temporärer Amphibienschutzzaun an der Bellacherstrasse installiert werde. Da jeden Frühling mehrere hundert Amphibien – insbesondere Erdkröten und Grasfrösche – vom Busleten-Wald zum Bellacher Weiher wandern, werden in dieser Zeit jeweils zahlreiche dieser Tiere überfahren.

Der Zaun, der Ende Februar installiert wird, hindert die Tiere sechs Wochen lang am Queren der Strasse. Stattdessen werden sie jeweils am Morgen von freiwilligen Helferinnen und Helfern auf die andere Strassenseite gebracht. Solche werden noch gesucht und können sich bei Karin Tschannen melden.

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