Gemeinderat

Die Derendinger Verwaltung wird neu organisiert

Der Derendinger Gemeinderat, vorne (von links): Kosovare Rrustemi (SP), Roger Siegenthaler (FDP), Florian Broghammer (Ersatz FDP), Robert Baranyai (Ersatz FDP), Jacqueline Santangeli (Ersatz CVP). Mittlere Reihe (von links): Patrick Reinhart (SP), Ricardo Sturzo (FDP), Roger Spichiger (SP, Vizegemeindepräsident), Elisabeth Berger (Ersatz FDP), Markus Zwygart (CVP). Hintere Reihe (von links): Daniel Adam (FDP), Christian Müller (Ersatz SP), Urban Cueni (CVP), Kuno Tschumi (FDP, Gemeindepräsident), Michael Käsermann (FDP), Markus Baumann (SP) und Hansruedi Meyer (Ersatz SP).

Der Derendinger Gemeinderat, vorne (von links): Kosovare Rrustemi (SP), Roger Siegenthaler (FDP), Florian Broghammer (Ersatz FDP), Robert Baranyai (Ersatz FDP), Jacqueline Santangeli (Ersatz CVP). Mittlere Reihe (von links): Patrick Reinhart (SP), Ricardo Sturzo (FDP), Roger Spichiger (SP, Vizegemeindepräsident), Elisabeth Berger (Ersatz FDP), Markus Zwygart (CVP). Hintere Reihe (von links): Daniel Adam (FDP), Christian Müller (Ersatz SP), Urban Cueni (CVP), Kuno Tschumi (FDP, Gemeindepräsident), Michael Käsermann (FDP), Markus Baumann (SP) und Hansruedi Meyer (Ersatz SP).

Der Gemeinderat von Derendingen beschäftigte sich mit der Verwaltung: Dabei ging es sowohl um das Personal, als auch dessen Büroräumlichkeiten.

Vor rund zehn Jahren wurden die Verwaltungsstrukturen in Derendingen zum letzten Mal überprüft. Seither ist die Gemeinde einwohnermässig stark gewachsen. Zudem haben sich die Anforderungen an das Personal der Gemeindeverwaltung stark verändert. Die Aufgaben werden immer komplexer und fordern Behörden, Verwaltung und Arbeitnehmende, die Strukturen, Führung und Arbeitsorganisation ständig zu hinterfragen und sich dem Wandel
anzupassen.

In Derendingen stehen in den nächsten vier Jahren zudem gewichtige Veränderungen an. Der Leiter des Sozialdienstes wird ebenso pensioniert, wie der Leiter der Finanzverwaltung der Gemeindepräsident, der Leiter Hochbau und die Leiterin der KESB. «Für uns stellt sich darum die Frage, wie die Gemeindeverwaltung künftig organisiert werden soll. Haben wir Personal in unseren Reihen, das die Lücken füllen kann? Müssen wir neue Leute anstellen?» Der Gemeinderat hat sich frühzeitig damit beschäftigt, und so wurde eine Arbeitsgruppe Personalplanung einberufen, die sich dem Themenkomplex annehmen wird. Bis zu den Sommerferien 2018 soll ein detailliertes Konzept vorliegen, das den Handlungsbedarf aufzeigt.

Dabei sollen die Strukturen ebenso wie die Abläufe, die Personalressourcen, die Anstellungsbedingungen, die Infrastruktur und die Nachfolgregelungen überprüft werden. Der Gemeinderat hat zudem zugestimmt, dass die dreiköpfige Arbeitsgruppe, die aus Markus Baumann (SP), Urban Cueni (CVP) und Michael Käsermann (FDP) besteht, eine externe Beratung und Begleitung beiziehen kann und den dafür nötigen Kredit genehmigt.

Räumlichkeiten umbauen

Parallel zur Personaldiskussion wird auch ein allfälliger Umbau der Verwaltungsräumlichkeiten diskutiert. Dieser ist unter anderem nötig, weil im Zusammenhang mit dem Zentrumsbau «Derendingen Mitte» der Zwischentrakt (Aula) vom Verwaltungsgebäude bis zum Schulhaus Mitteldorf rückgebaut wird. Damit fehlt unter anderem eine WC-Anlage. Diskutiert wird zudem, ob die Verwaltung künftig mit einem Aussenlift erschlossen werden soll und wo dieser platziert werden kann.

Ebenso ist heute bekannt, dass in spätestens sechs Jahren eine Dachsanierung ansteht. Der Gemeinderat hat deshalb entschieden, dass eine Machbarkeitsstudie über die zukünftige Nutzung der Räumlichkeiten erstellt werden soll. Diese Studie liegt in der Zwischenzeit vor, und der Gemeinderat fällte erste Grundsatzentscheide.

Als nächstes wird ein Vorprojekt erstellt. Dafür wurden 40'000 Franken gesprochen.

Vorerst als Mandat?

Ab 1. Januar 2018 muss auch in Derendingen das Projekt start.integration umgesetzt werden. Das heisst, dass alle aus dem Ausland neu zuziehenden Personen speziell begrüsst und mit den schweizerischen Gepflogenheiten vertraut gemacht werden müssen. In Derendingen rechnet man mit bis zu 100 Personen, die pro Jahr aus dem Ausland zuziehen. Rund ein Fünftel dieser Neuzuzüger können normal am Schalter der Einwohnerdienste betreut werden. Die anderen werden zu einem Gespräch mit einer Integrationsbeauftragten oder einem Integrationsbeauftragten aufgeboten.

Dafür soll in Derendingen eine Stelle von 40 Prozent geschaffen werden. Die SP opponierte im Gemeinderat allerdings gegen dieses Vorgehen. Da man dabei sei, die Verwaltung zu überprüfen, sei es nicht sinnvoll jetzt eine neue Stelle zu schaffen. Gemeindepräsident Kuno Tschumi machte darauf aufmerksam, dass man am 1. Januar starten müsse und deshalb einigte man sich darauf, dass die Stelle ausgeschrieben, aber allenfalls als Mandat geführt wird. Derendingen kann sich zudem vorstellen, dass die Integrationsbeauftragte der Gemeinde diese Arbeit auch für andere Gemeinden im Wasseramt ausführt.

Im Weiteren hat der Gemeinderat sich nach intensiven Diskussionen – auch mit dem Personal – dazu entschieden, die Pensionskasse nicht zu wechseln und bei der Pensionskasse des Kantons zu bleiben.

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