Jahresbericht

Die Coronakrise trifft das Sportzentrum Zuchwil hart

Das Sportzentrum Zuchwil hat ein turbulentes Jahr hinter sich.

Das Sportzentrum Zuchwil hat ein turbulentes Jahr hinter sich.

Das letzte Betriebsjahr war für die Sportzentrum Zuchwil AG schwierig, das zeigt sich auch im Jahresbericht.

Die Aktionärsversammlung des Sportzentrums wird in diesem Jahr auf schriftlichem Weg durchgeführt. Ursprünglich wollte der Verwaltungsrat der Sportzentrum Zuchwil AG die Generalversammlung in physischer Form abhalten, «um für die überlebenswichtige finanzielle Unterstützung und den Support in der Coronakrise» zu danken, wie im Geschäftsbericht nachzulesen ist. Der Verwaltungsrat kam aber zur Einsicht, dass eine Versammlung mit zirka 130 Anwesenden nicht sinnvoll sei.

Wie verlief nun das Geschäftsjahr (1. April 2019 bis Ende März 2020) der Betriebsgesellschaft für das gesamte Sportzentrum im Widi von Zuchwil? «Äusserst schwierig», schreibt Präsident Manfred Tschui im Geschäftsbericht. Der Start war geprägt von der Grossbaustelle für die Erneuerung des Freibades samt Traglufthalle. Erst am 6. Juli 2019 öffneten die Pforten zum Freibad, aber das Kinderplanschbecken konnte noch nicht und die Liegewiese nur teilweise genutzt werden. Am 28. September folgte die Eröffnung der Traglufthalle, die rege genutzt wurde. Wenige Tage später am 1. Oktober wurde der Spielbetrieb auf dem neuen Kunstrasen aufgenommen.

Finanziell war man auf gutem Weg

Finanziell war man auf gutem Weg, bis eben im letzten Moment am 17. März 2020 «der Höhenflug jäh durch die Coronakrise gestoppt wurde». Das Sportzentrum musste den Betrieb komplett einstellen. Sofort wurde finanzielle Massnahmen eingeleitet, um die AG vor dem Konkurs zu bewahren. Laut Tschui bescherte die Coronakrise und die verspätete Freibaderöffnung in diesem Jahr dem Sportzentrum noch im Geschäftsjahr 19/20 einen Betriebsverlust in der Höhe von 246'000 Franken.

Dank der Auflösung der stillen Reserven (188'000 Franken) und dem Erlass des Darlehens der Einwohnergemeinde Zuchwil für die seinerzeitige Ausfinanzierung der Kantonalen Pensionskasse von 410'000 Franken konnte die Betriebsrechnung mit einem Gewinn abgeschlossen werden, der ins neue Geschäftsjahr übertragen wurde. Der Gewinn sei ein Teil der Sanierungsmassnahmen, um die kommenden Einnahmeverluste wegen der Coronakrise abzufangen, so Sportzentrumdirektor Urs Jäggi.

Mit einer zusätzlichen weiteren Unterstützung durch die Einwohnergemeinde und einen Kredit der Sportförderung des Kantons sei der Fortbestand der Sportzentrum AG «soweit» sichergestellt, sodass auch die coronabedingten Verluste zu Beginn des laufenden Betriebsjahrs voraussichtlich ausgeglichen werden können, schreibt Manfred Tschui.

Im Jahresbericht weiter nachzulesen ist, dass 107 Personen beschäftigt sind. Sie teilen sich zirka 40 Vollzeitstellen.

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