Buchegg

Die Brücke in der Nähe der Sandsteinhöhle wird ersetzt

Bei Hochwasser ist der Durchlass der Brücke zu eng und das Wasser läuft ins Kulturland.

Bei Hochwasser ist der Durchlass der Brücke zu eng und das Wasser läuft ins Kulturland.

Die Brücke im Mülitäli hat ihre Lebensdauer erreicht. Zudem genügt sie bei Hochwasser nicht mehr.

Im letzten Oktober hat der Gemeinderat Buchegg beschlossen, dass die Brücke im Mülitäli bei der Sandsteinhöhle in den Ortsteilen Brügglen und Küttigkofen ersetzt werden soll. In der Zwischenzeit wurde das Projekt dazu erarbeitet.

Die Brücke soll neu erstellt werden, weil die jetzige Konstruktion ihre Lebensdauer erreicht hat. Eine Sanierung wäre möglich, aber laut dem Bericht des beratenden Ingenieurbüros ökologisch und ökonomisch wenig sinnvoll und deshalb nicht nachhaltig. Ausserdem reiche die Kapazität der Brücke heute bei Hochwasserereignissen nicht aus. Das Wasser laufe in einem solchen Fall über den Flurweg und verursache Schäden. Das abgespülte Kies- und Mergelmaterial lagere sich im Kulturland ab und erschwere somit die Bewirtschaftung.

Heute ist das Gerinne bei der Brücke mit einer glatten Betonsohle ausgeführt. Die Fischwanderung ist aufgrund dessen deutlich eingeschränkt. Die glatte Sohle verhindere zudem auch, dass Kleinsäugetiere den Bach queren können. Zusätzlich verhindern die bestehenden Betonwände ober- und unterhalb der Brücke eine Vernetzung entlang des Mülibachs.

Durchlass wird um fünf Meter verschoben

Die Brücke soll durch einen Wellstahl-Durchlass ersetzt werden. Die Lage des Durchlasses wird rund fünf Meter nach Westen versetzt. Durch die Verschiebung des Durchlasses wird Platz für eine ökologische Aufwertung der Uferpartien geschaffen. Zwar wird der Kurvenaussenbereich des Gerinnes auch künftig mit Blocksteinen gegen Erosion gesichert. Direkt oberhalb sollen jedoch neue Fischunterstände in Form von sogenannten Faschinen mit Lebend-Astmaterial erstellt werden. Die Äste schlagen aus und stabilisieren so das Ufer auf natürliche Art und bieten innert Jahresfrist Deckung und Nahrung für allerlei Kleinlebewesen und Insekten. Die Hecke dürfte zudem auch dem Biber einiges an Ess- und Baumaterial bieten. Um die Brücke und die angrenzenden Uferbereiche zu schützen, ist ein Biber-Untergrabungsschutz in Form eines Bibergitters vorgesehen.

Vernetzung dank kiesigem Untergrund

Die Bachsohle wird beim Wellstahl-Durchlass mit kiesigem Material ausgelegt. Damit wird künftig die Fischwanderung wieder möglich und zugleich wird die Vernetzung für Klein- und Kleinstsäugetiere ermöglicht. Die Steinschwellen beim Auslauf werden laut Projektbericht versetzt und die bestehende Brücke vollständig abgebrochen. Das Gerinne wird mit Material aus dem Aushub des Durchlasses verfüllt und mit standorttypischen Stecklingen bepflanzt. Das Ziel ist, dass Wasserlebewesen künftig eine offene, kiesige und dynamische Bachsohle vorfinden.

Subventionen und Beiträge gesucht

Der Voranschlag für das Projekt beläuft sich auf 120000 Franken. Die Gemeinde Buchegg hofft dabei auf Subventionen vonseiten des Kantons und des Bundes. Zusätzlich wurde der Alpiq Ökofonds angeschrieben. Dort erhofft man sich einen zusätzlichen Beitrag. Das Ziel der Gemeinde ist es, dass die Restkosten für Buchegg sich letztlich nur noch auf zehn Prozent, oder 12000 Franken belaufen. Der Gemeinderat hat an seiner letzten Sitzung beschlossen, dem Souverän den Projektkredit von 120000 Franken vorzulegen. Bedingung für die Ausführung de Sanierung ist aber, dass die Beiträge auch wie erwartet eintreffen.

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