Im April 2017 wurden die kantonalen Erschliessungspläne «Ersatz Emmebrücken 4/2 und 4/4» und «Prozessabwasserleitung Biogen, 2. Etappe/Werkleitungssteg Emme mit Leitungsumlegung und Rodungsgesuch» öffentlich aufgelegt.

Die beiden Brücken verbinden Zuchwil und Luterbach und überqueren die Emme etwa 500 Meter vor deren Einmündung in die Aare. Das heutige Brückenbauwerk besteht aus zwei Brückenobjekten unterschiedlichen Alters. Die ältere, südliche Brückenhälfte (Objekt 4/2) wurde bereits 1924 erstellt und im Jahr 1973 nördlich mit einer weiteren Brückenhälfte (Objekt 4/4) ergänzt.

Eine Untersuchung der bestehenden Emmebrücken ergab, dass diese aufgrund ihres Zustandes und des zu erwartenden Verkehrsaufkommens die erforderliche Tragsicherheit nicht mehr gewährleisten. Zudem erfüllen sie nicht die Anforderungen im Falle eines Hochwassers. Auf Grundlage eines Vorprojektes wurde entschieden, die beiden Brücken durch einen Neubau mit einem Pfeiler in der Flussmitte zu ersetzen.

Werkleitungen verlegen

Auf den bestehenden Brücken befinden sich diverse Werkleitungen. Diese müssen gemäss einer gelten Vereinbarung während einer Brückeninstandsetzung weichen. Gelöst wird dies mit einem separaten Werkleitungssteg, der in einem Abstand von 15 Metern und nördlich zur Strassenbrücke, das heisst flussabwärts, realisiert werden soll. Über den Werkleitungssteg wird zudem auch die neue Druckleitung für das anfallende Prozessabwasser der Firma «Biogen» geführt.

Für die Neubauten muss Wald gerodet werden. Es geht dabei um eine temporäre Rodung von 2900 Quadratmetern, die an Ort und Stelle wieder aufgeforstet wird. Die definitive Rodung von 509 Quadratmetern erfolgt in unmittelbarer Nähe auf einem Grundstück in Zuchwil.

Während der öffentlichen Auflage gingen zwei Einsrachen ein. Beide wurden aber in der Zwischenzeit zurückgezogen. Der Regierungsrat hat die beiden Erschliessungspläne genehmigt. Ihnen kommt gleichzeitig die Bedeutung der Baubewilligung zu. (rm/rrb)