Selzach
Die Begegnungszone beim Schulhaus wird erweitert

Der Gemeinderat von Selzach will beim Schulhaus mehr Sicherheit. Dafür wird die dortige Bewegungszone ausgebaut.

Patric Schild
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Begegnungszone: Auf der Schulhausstrasse wird das Schild (rechts oben) um 18 Meter in Richtung Berg verschoben.

Begegnungszone: Auf der Schulhausstrasse wird das Schild (rechts oben) um 18 Meter in Richtung Berg verschoben.

Urs Byland

Der Neubau der beiden Kindergärten am Weingartenweg ist abgeschlossen und damit ist die entsprechende ausserordentliche Beanspruchung der Strasse vorbei. Mit der Realisierung des Petanqueplatzes und dem offenen Bücherschrank ist auch der Bereich Schulhausstrasse/Kirchgasse abgeschlossen. Somit können die Deckbeläge auf der Schulhausstrasse und die Markierung der ganzen Begegnungszone ausgeführt werden.

Aufgrund bisheriger Erfahrungswerte beantragte die Arbeitsgruppe Verkehr, die Begegnungszone auszuweiten. Das östliche Eintrittsportal wird um rund 26 Meter bis an die Parzellengrenze des Kindergartens verschoben. «Dadurch erhalten wir eine Pufferzone und können ausserdem das Halteverbot für potenzielle Elterntaxis ausweiten», erklärt Gemeinderat Peter Bichsel (SP).

Im Norden soll die Begegnungszone 18 Meter weiter nach oben verlegt werden, damit die Geschwindigkeit im Bereich der Einfahrt zum Lehrerparkplatz möglichst schon gedrosselt ist und die Ausfahrt übersichtlicher wird. Auch der westliche Zugang wird um rund 35 Meter versetzt. Sowohl der Durchgang des Schulhaus I auf die Kirchgasse wie auch die Liegenschaft «Grederhaus» mit Spielgruppe und Werkräumen sollen dadurch in die Begegnungszone eingeschlossen werden. Gleichzeitig werde die Zufahrt der Lieferanten der Weinhandlung Hugi vereinfacht.

Zu kurze Strecke für eine Geschwindigkeitsmessung

Grundsätzlich hat die Begegnungszone zwar zu einer merklichen Temporeduktion geführt. Allerdings gibt es einzelne Verkehrsteilnehmer, welche sich nicht an das Tempolimit halten. Gemeinderat und Schulleiter Hans-Peter Hadorn (CVP) erklärte, dass es dadurch bereits zu mehreren kritischen Situationen gekommen sei. Etliche vor allem von Norden kommende Fahrzeuge sind im Bereich der Strassenkreuzung Kirchgasse/ Weingartenweg, Schulhausstrasse zu schnell unterwegs.

Gemäss Polizei war die Strecke bis anhin zu kurz, um entsprechende Geschwindigkeitskontrollen durchführen zu können. Für Hadorn ist es daher wichtig, dass vor Abschluss der Deckbelagsarbeiten eine Bestätigung vorliegt, dass künftig Geschwindigkeitsmessungen vorgenommen werden können. Das Votum von Hadorn unterstützten auch die übrigen Ratsmitglieder. So wurde einstimmig beschlossen, das Projekt erst auszulösen, wenn eine schriftliche Zusage der Polizei besteht.

Gemeinderatsorganisation ändern, um Gemeindepräsidentin zu entlasten

Für die Anpassung der Organisation des Gemeinderates zeichnet sich eine Lösung ab. Auslöser für die Änderung war die permanente Überlastung des Gemeindepräsidiums. Im Juli beschloss der Gemeinderat, die Verwaltungskommission mit der Ausarbeitung zweier Lösungsvarianten zu beauftragen. Erstere sieht einen Gemeinderat mit elf Mitgliedern und einer fünfköpfigen Gemeinderatskommission vor. Die zweite Option wiederum wäre ein siebenköpfiger Rat ohne Verwaltungs- und Gemeinderatskommission. Das Pensum von Silvia Spycher (FDP) sollte 50 Prozent betragen. «Im Endeffekt lässt sich der Arbeitsaufwand auf rund 80 Prozent beziffern», erklärt Matthias Reitze von der Firma Kontextplan, welche die Verwaltungskommission bei der Entscheidungsfindung begleitete. Von der Entlastungswirkung her gestalten sich die beiden Optionen fast identisch und würden das Präsidium um rund 20 bis 25 Stellenprozent entlastet.

Die Verwaltungskommission bevorzugt aber klar die erste Variante, welche sie dem Gemeinderat auch zur Weiterverfolgung vorschlug. Denn mit elf Ratsmitgliedern sei nicht nur das Spektrum an Parteien grösser, sondern es ermögliche auch kleineren Parteien den Einzug in den Rat. Zudem sei die Rekrutierungschance neuer Mitglieder höher, da es unterschiedliche zeitliche Engagements zulasse. «Jene Leute, die mehr Zeit aufwenden können, gehen in die GRK, die anderen in den normalen Gemeinderat», sagt Reitze. Der Rat stimmte einstimmig zu, die erste Variante weiterzuverfolgen. Als Pendenz verbleibt die abschliessende Festlegung der Kompetenzen der zukünftigen GRK. Als orientierende Basis dienen die Gemeinden Bellach und Luterbach, welche bereits über eine solche verfügen. Des Weiteren braucht es eine Anpassung der Dienst- und Gehaltsordnung sowie eine Teilrevision der Gemeindeordnung. (psg)

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