«Die Bau- und Werkkommission hat alles unternommen, um die Arbeiten zu beschleunigen, glauben Sie mir», sagte Gemeindepräsident Christoph Heiniger zu den 41 erschienenen Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung.

Auch die neben der Gleisanlage durchführende Baselstrasse ist noch nicht ganz fertig. Der Gemeinderat will im Januar Verkehrsmassnahmen auflegen: Auf der Verbindungsstrasse Richtung Attiswil soll Tempo 50 gelten (bisher 80), auf der Baselstrasse Tempo 30 (bisher 50) und auf der südlichen Seite der Gleisanlage soll beim Bahnweg und auf der Zufahrt zum Bahnhof Tempo 20 eingeführt werden.

Zum «Gstürm» bei der Baselstrasse passt der Nachkredit von 40'000 Franken, den der Gemeinderat im Sommer notfallmässig bewilligte. Eigentlich war geplant, die oberste Belagschicht der Baselstrasse zu ersetzen. Dazu wurden auch Probebohrungen durchgeführt, um die Dicke der darunter liegenden Tragschicht bestimmen zu können. «Leider haben wir an den falschen Stellen gebohrt», wie Felix Steiner, Präsident der Bau- und Werkkommission mitteilte. Während den Sanierungsarbeiten wurde festgestellt, die die Tragschicht nicht überall die Dicke aufweist, über welche sie gemäss der Bohrung hätte verfügen sollen. Deshalb musste auch die Tragschicht erneuert werden.

Budget im Plus

Freuen durfte sich die Versammlung über ein positives Budget. Bei einem Gesamtaufwand von 4,552 Millionen Franken steht ein Plus von 76'700 Franken in Aussicht. An den Steuern wurde auf Anraten von Markus Zubler, der das Budget vorstellte, sowie der Finanzkommission nicht geschraubt. Zubler riet wegen kommender Investitions-Aufgaben davor ab.

Die Investitionen erhöhten sich während der Versammlung um 45'000 Franken auf neu netto 617'000 Franken. Denn bei einem Investitionsantrag folgte die Versammlung nicht der Bau- und Werkkommission. Der Ersatz der Heizung Schulhaus/Werkgebäude wurde genehmigt, aber nicht mit der günstigeren Variante einer Ölheizung für 185'000 Franken. Der Vorschlag aus der Versammlung, doch eine Pelletheizung (230'000 Franken) zu installieren und die Wertschöpfung in der Schweiz zu behalten, fand eine knappe Mehrheit. 21 der Anwesenden stimmten für die Pelletheizung, 19 für die Ölheizung.

Mehr Lohn für den Präsidenten

Die Versammlung konnte sich auch für eine Anpassung der Entschädigung des Gemeinderates erwärmen. Diese seien teilweise bis zu 10 Jahre lang nicht mehr angetastet worden. Für das Gemeindepräsidium, das Vizegemeindepräsidium und für die Gemeinderäte wurde insgesamt eine moderate Erhöhung um insgesamt 6543 Franken bewilligt. Am Ende der Versammlung erfuhr Toni Galliker mit viel Applaus eine Ehrung für seine Behördenarbeit in der Gemeinde, die er seit 1985 leistete.