Vertreten war das Total der 1917 Stammanteile durch Gemeindevertretungen mit insgesamt 1448 Anteilscheinen. Aufsichtsratpräsident Walter Keller machte auf eine Marktsättigung, aber auch die zunehmend stärkere Konkurrenz und einen spürbaren Verdrängungswettbewerb durch nationale Anbieter aufmerksam. Dennoch habe sich die GA Weissenstein sehr gut positioniert und in fast allen Geschäftsfeldern einen Zuwachs erzielt.

Geschäftsführer Marcel Eheim untermauerte dies in Zahlen. Das Internetangebot nutzten 13 067 Kunden, was bei einer Zunahme von 1200 gegenüber dem Vorjahr einem Plus von mehr als 10 Prozent entspricht. Etwas rückläufig war die Telefonie (8307/ Mobil 267). 600 Kunden verzeichnete die «sogenda». Kräftig gewachsen um 41 Prozent ist das Angebot «Verte!», das zeitunabhängiges Fernsehen ermöglicht. 10 250 Kunden nutzten Pay-TV, 700 den «Teleclub».

39 000 Haushalte bezogen ihr Fernsehbild via Kabel. «Der Verlust in diesem Bereich um fast 1000 Kunden zeigt das Wirken eines übermächtigen Mitbewerbers, der sich im Gegensatz zu uns weder regional verpflichtet noch engagiert», so Eheim in seinem Jahresbericht. Ausgezeichnet für die weitgehende Verbreitung von GA-Anschlüssen als sogenannte «Penetration» wurde die Gemeinde Lüsslingen-Nennigkofen mit 64,15 Prozent und einem Zuwachs um 8,78 Prozent. Zweitrangiert ist Lüterkofen-Ichertswil vor Horriwil, Lohn-Ammannsegg und Oekingen.

Eine halbe Million Gewinn

Gesteigert wurde der Umsatz in dieser Periode von 19,6 Mio. im Vorjahr auf 20,3 Mio. Franken. Auf ihre Anlagen schrieb die GAW 4,5 Mio. ab und wies einen steuerbaren Gewinn von knapp 520 000 (2013: 574 000) Franken aus. Investiert wurde für 6,8 Mio. Franken.

Auf die Nutzung der Swisscom-Glasfasernetze entfielen Ausgaben von 1,6 Mio. Franken. Die Dividende für alle Gemeinden beläuft sich aufgeteilt auf den prozentualen Wert der Anteilscheine auf 191 700 Franken, dazu kommen Konzessionsabgeltungen in Höhe von 96 400 Franken. Der Steuerbetrag an Kanton und Gemeinden belief sich auf 59 558 Franken. Auf die Rechnung der laufenden Periode fand ein Vortrag von 1,7 Mio. Franken statt.

Allen wurde geholfen

30 Mitarbeitende in 26,5 Vollzeitstellen bewältigen die Arbeit in Betrieb, Kundendienst und Shop. Ab Sommer 2015 findet hier auch eine Ausbildung im Detailhandel statt. Gefordert war das Unternehmen mit der Senderumstellung im Mai des Berichtsjahres, was zu vielen Kundenkontakten führte. Eine ausserordentliche Wirkung erzielte das Sponsoring der neuen Seilbahn Weissenstein, wobei inzwischen 13 Gemeinden aus dem Versorgungsgebiet mit ihrem Wappen als Aufdruck auf einer Gondel in Erscheinung treten.

Laut Eheim sind noch drei Gondeln als kommunale Werbeträger zu haben. Gross war der Ansturm auf Unterstützung, als am 20. Januar dieses Jahres das Analog-TV abgeschaltet wurde. «Allen unseren Kunden konnte bei der Umstellung aufs Digital-TV geholfen werden», berichtete Eheim. Für die geplante Abschaltung der Analog-Telefonie im Jahr 2017 entwickle die GAW eine passende Antwort für Privatpersonen und Unternehmen.

Im Weiteren ging der Geschäftsführer auf das laufende WEKO-Verfahren um die Vergabe der Sportrechte ein und würdigte das öffentliche WLAN-Netz in Teilen der Stadt Solothurn. Verbaut sind 43 sogenannte Hotspots. Anschlussprojekte betreffen Badeanstalt und Cis-Center. Weiter voran kommt der Glasfaserausbau in Biberist, Derendingen, Langendorf, Solothurn und Zuchwil.

«Es liegt was in der Luft»

Vom 14. bis 30. August lädt die GA Weissenstein zu einem heiteren Szenenspiel im Gelände rund ums Kunstmuseum in Solothurn ein. Das Spiel behandelt unter dem Titel «Es liegt was in der Luft» Kommunikationsmöglichkeiten von den Anfängen der Telefonie bis zur modernen Glasfaserverbindung.