Regiobank

Die Anklageschrift gegen Bankräuber von Zuchwil ist lang

Die Regiobank-Filiale in Zuchwil wurde am 30. September gegen 11.30 Uhr überfallen. Es war der erste Überfall auf eine Filiale der Regiobank überhaupt.

Die Regiobank-Filiale in Zuchwil wurde am 30. September gegen 11.30 Uhr überfallen. Es war der erste Überfall auf eine Filiale der Regiobank überhaupt.

Am 30. September 2014 raubten drei Männer die Regiobank in Zuchwil aus. Das Verfahren gegen zwei der drei Beteiligten abgeschlossen. Sie werden wegen Raub, Nötigung, Widerhandlungen gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz und weiterer Delikte angeklagt.

Zwei bewaffnete Männer überfielen am Mittag des 30. September 2014 die Filiale der Regiobank in Zuchwil, während ein dritter Beteiligter draussen vor der Bank wartete. Verletzt wurde bei dem Überfall niemand. Die drei Männer erbeuteten einen grösseren Bargeldbetrag und konnten  flüchten. Die Polizei nahm die Räuber einige Tage später fest. 

Zwei Männer überfallen Regiobank in Zuchwil

Bericht zum Überfall auf die Regiobank in Zuchwil

Die Staatsanwaltschaft hat nun ihre Ermittlungen abgeschlossen und erhebt Anklage gegen zwei der drei Beteiligten. Das teilt sie in einem Mediencommuniqué mit.

Bei den Räubern handelt es sich um einen 20-jährige Schweizer und einen Gleichaltrigen aus Sri Lanka. Die Beiden werden wegen Raub, Nötigung, Widerhandlungen gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz und weiterer Delikte angeklagt.

Ihnen wird vorgeworfen, am 30. September 2014 in der Regiobank in Zuchwil zwei Bankangestellte mit einer CO2-Pistole bedroht und einige Tausend Franken Bargeld erbeutet zu haben. Das gestohlene Bargeld verwendeten die Beschuldigten zur Finanzierung von privaten Ausgaben. Sie kauften sich Schmuck und Kleider und nahmen an Glücksspielen teil.

Doch das ist nicht alles. Den jungen Männern werden auch noch weitere Straftaten vorgeworfen, die nicht in einem direkten Zusammenhang mit dem Banküberfall stehen. Cony Zubler, Medienbeauftragte der Staatsanwaltschaft, sagt auf Anfrage:  «Die Anklageschrift ist lang.»

Im Vergleich zum Raub seien es kleinere Delikte, die begangen wurden: Nötigung und Diebstahl beispielsweise.  «Diese Delikte werden an der Hauptverhandlung sicherlich eine Rolle spielen», sagt Zubler.

Der dritte Tatbeteiligte, ein 17-jähriger Türke, hatte sich vor der Jugendanwaltschaft zu verantworten und wurde vom Jugendgericht verurteilt. Barbara Altermatt, Leitende Jugendanwältin, erklärt wieso. Er habe sich wegen qualifiziertem Raub und wegen Verstoss gegen das Waffengesetz zu verantworten. Weitere Delikte kämen dazu. Das Urteil: Eine stationäre Massnahme kombiniert mit einem grundsätzlich unbedingten Freiheitsentzug. 

Im Rahmen der Ermittlungen rund um den Banküberfall ergaben sich zudem Hinweise auf Delikte von weiteren Personen. Im Wesentlichen gehe es um Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittel- und Waffengesetz.  

Die Straftaten der anderen Personen würden nur teilweise mit dem Raub in Zuchwil in Verbindung stehen. Gegen drei Männer hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben, gegen einen Beschuldigten einen Strafbefehl erlassen und ein weiteres Verfahren ist noch hängig. Die Beschuldigten befinden sich im vorzeitigen Massnahmenvollzug. (jos)

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