Unterramsern
Die Alte Brennerei führt Kunst und Musik zusammen

Zum siebten Mal findet in der Alten Brennerei die Sommerausstellung statt. Zum ersten Mal findet gleichzeitig ein Openair statt.

Fränzi Zwahlen-Saner
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Ivo Soldini arbeitet mit Bronze, Aluminium und Gips. Seine Skulpturen sind meist im kleineren und mittleren Format, der Künstler hat jedoch in den letzten Jahren auch monumentale Werke gestaltet. Eine Gross-Skulptur von Ivo Soldini «bewacht» die Art 7 in der Alten Brennerei.
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Ivo Soldini arbeitet mit Bronze, Aluminium und Gips. Seine Skulpturen sind meist im kleineren und mittleren Format, der Künstler hat jedoch in den letzten Jahren auch monumentale Werke gestaltet.
Die Künstlerin Esther Hirschi schaft kleinere Plastiken aus Bronze oder Kunstharz, die die Weiblichkeit zelebrieren.
Die Künstlerin Esther Hirschi schaft kleinere Plastiken aus Bronze oder Kunstharz, die die Weiblichkeit zelebrieren.
Ausstellung Alte Brennerei Unterramsern
Der Grenchner Hanspeter Schumacher verleiht seiner Kreativität mit einer Vielzahl von Materialien und Medien ausdruck.
Der Grenchner Hanspeter Schumacher verleiht seiner Kreativität mit einer Vielzahl von Materialien und Medien ausdruck.
Der Grenchner Hanspeter Schumacher verleiht seiner Kreativität mit einer Vielzahl von Materialien und Medien ausdruck.
Der Grenchner Hanspeter Schumacher verleiht seiner Kreativität mit einer Vielzahl von Materialien und Medien ausdruck.
Der Eisenplastiker Rudolf Tschudin arbeitet mit industriellen Ausgangsmaterialien, die er entfremdet und ihrer Funktion enthebt.
Der Eisenplastiker Rudolf Tschudin arbeitet mit industriellen Ausgangsmaterialien, die er entfremdet und ihrer Funktion enthebt.
Der Eisenplastiker Rudolf Tschudin arbeitet mit industriellen Ausgangsmaterialien, die er entfremdet und ihrer Funktion enthebt.
Der Eisenplastiker Rudolf Tschudin arbeitet mit industriellen Ausgangsmaterialien, die er entfremdet und ihrer Funktion enthebt.
Der Eisenplastiker Rudolf Tschudin arbeitet mit industriellen Ausgangsmaterialien, die er entfremdet und ihrer Funktion enthebt.
Der Eisenplastiker Rudolf Tschudin arbeitet mit industriellen Ausgangsmaterialien, die er entfremdet und ihrer Funktion enthebt.
Die Malerin Sylvia Heuser setzt sich mit ihren Arbeiten gestalterisch mit der Natur auseinander. Durch den unterschiedlichen Auftrag der Farbe erzielt sie naturalistische Effekte.
Die Malerin Sylvia Heuser setzt sich mit ihren Arbeiten gestalterisch mit der Natur auseinander. Durch den unterschiedlichen Auftrag der Farbe erzielt sie naturalistische Effekte.
Die Malerin Sylvia Heuser setzt sich mit ihren Arbeiten gestalterisch mit der Natur auseinander. Durch den unterschiedlichen Auftrag der Farbe erzielt sie naturalistische Effekte.

Ivo Soldini arbeitet mit Bronze, Aluminium und Gips. Seine Skulpturen sind meist im kleineren und mittleren Format, der Künstler hat jedoch in den letzten Jahren auch monumentale Werke gestaltet. Eine Gross-Skulptur von Ivo Soldini «bewacht» die Art 7 in der Alten Brennerei.

Hanspeter Bärtschi

Schlicht «Art 7» ist die siebte Ausgabe der Sommerausstellung in der Alten Brennerei in Unterramsern übertitelt. Die beiden Initianten Alfred Maienfisch und Tom Gantner haben diesmal fünf Kunstschaffende aus dem Tessin, Basel, Baselland und aus Grenchen eingeladen. Es sind mehrheitlich Skulpturen in allen Grössen zu sehen. Lediglich Sylvia Heuser aus Sissach zeigt Gemälde von Landschaften und Blumen, die eine grosse Meisterschaft in der Farbfindung und Maltechnik verraten. Rotblühende Mohnblumen, Steinformationen oder dürre Äste – es ist die Natur, in der die Malerin ihre Inspiration holt.

Ebenfalls aus Sissach stammt Rudolf Tschudin, ein Eisenplastiker, der seinen Objekten stets einen spielerischen Aspekt verleiht. Er beschafft sich Fundstücke aus Metall, alte Ölfässer oder Halbfabrikate aus der Industrie, bedruckte Werbebleche, und gibt diesen mittels schneiden, schweissen oder hämmern meistens weibliche Formen. Bei Tschudi fällt die absolute handwerkliche Präzision seiner Arbeit auf.

Damen aus dem 3-D-Drucker

Arbeiten des Grenchners Hanspeter Schumacher sind nicht zum ersten Mal in der Alten Brennerei zu sehen. Der gelernte Elektromechaniker ist ein vielseitig Begabter. Zu sehen gibt es von ihm Acryl- und Oelbilder, die in surreale Welten entführen. Zudem zeigt er seine auf einem selbst hergestellten 3-D-Drucker entstandenen Frauenkörper, die er aus alten Holzbrettern, wie Phoenix aus der Asche, aufsteigen lässt. Fasziniert steht man vor einem überdimensionalen Pendel, das mittels Elektromotor angetrieben, dennoch eine fast zufällige Reise über die Bergsilouette – vom Weissenstein aus betrachtet – unternimmt.

Als zweite Frau in dieser Gruppe findet man Kleinskulpturen in Bronze von Esther Hirschi aus Basel. Frauenkörper in verschiedensten Posen, schafft sie. Manch einer gibt die Künstlerin Attribute mit, lässt sie emotionale Regungen ausführen. Sie erinnern an Göttinnen-Statuetten. Einen Spagat der Kulturen sind die aus alten Waschbrettern geformten Frauen, die zu afrikanischen Skulpturen werden.

Der Star dieser Ausstellung in der Alten Brennerei ist der Tessiner Künstler Ivo Soldini. Schon im Aussenbereich sind zwei überdimensionale Statuen von ihm zu sehen, die gleich Soldinis Meisterschaft beweisen. Im Innern der Alten Brennerei bespielt er einen ganzen Raum mit seinen Einzelbronzen oder Figurengruppen, die oft an Giacometti erinnern. Genauso spröde, und fast so abweisend, genauso zerbrechlich aber in der Haltung und Gestik wie beim grossen Vorbild, doch in seiner ganz eigenen Formensprache.

Openair mit Florian Ast und Abraxas

Am Samstag, 30. Juni wird zum ersten Mal in der Geschichte der Galerie «Alte Brennerei» ein kleineres Openair durchgeführt. Dazu sagt Galeriebesitzer Alfred Maienfisch: «Wir organisierten ja schon immer während den Ausstellungen unsere sogenannte Open Night. In der Mitte der Ausstellungstage einen Abend, an dem es Musik und Kulinarisches gab.»

Diesen Anlass hat man nun etwas vergrössert, indem während des Abends verschiedene Musikformationen auftreten. «Wir möchten gerne die Alte Brennerei in der Gemeinde Unterramsern und der Region noch bekannter machen», sagt Organisator Tom Gantner.

Deshalb sei es auch ein Glück, gleich einen so bekannten Musiker wie Florian Ast einladen zu können. Im weiteren sind die regionale Band «Abraxas», der Gemischte Chor Schnottwil, Liedermacher Wolfgang Schönenberger alias Flipper und «Mr. Martin und the invisibles» aus Biberist zu hören.

«Der Platz vor der Alten Brennerei bietet rund 200 Personen Platz», sagt Maienfisch. Also werden an diesem Abend nicht gleich Zuschauermassen in Unterramsern erwartet. «Das wollen wir auch gar nicht. Es soll ein feiner, eher familiär geprägter Abendanlass werden.» (frb)

Samstag, 30. Juni ab 19 Uhr. Eintritt: Fr. 35.-- oder Fr. 50.— mit Buffet à Discretion, limitiert.