Zuzug
«Die 11 im Doppelpack ist noch spezieller»: Jetzt wohnen 1111 Personen in Schnottwil

Der Gemeinderat hiess die neuste Zuzügerin willkommen – aufgrund einer Verbindung mit einer ganz besonderen Zahl.

Marlene Sedlacek
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Die neue Einwohnerin Hanna Wyss, eingerahmt von den Gemeinderäten Frédéric Grossmann, Stefan Schluep, Markus Wälti (stehend, v. l.) sowie Ursula Brüllhardt (l.) und Sarah Hartmann.

Die neue Einwohnerin Hanna Wyss, eingerahmt von den Gemeinderäten Frédéric Grossmann, Stefan Schluep, Markus Wälti (stehend, v. l.) sowie Ursula Brüllhardt (l.) und Sarah Hartmann.

Thomas Ulrich

Seit kurzem fühlt sich Schnottwil etwas näher an der bedeutungsvollen Zahl 11. Stefan Schluep freute sich, an der Gemeinderatssitzung vom 11. Oktober Hanna Wyss, die tausendeinhundertelfte Bewohnerin von Schnottwil, begrüssen zu dürfen. «Die 11 ist eine besondere Zahl», wusste der Gemeindepräsident. Nicht nur, weil sie in der Stadt Solothurn heilig sei, sondern sie habe auch im Kanton Bedeutung, da dieser als elfter Stand der Eidgenossenschaft beigetreten ist. «Die 11 im Doppelpack ist noch spezieller», betonte Schluep. Für den Gemeinderat Grund genug, die neue Einwohnerin ganz offiziell willkommen zu heissen. Schluep wünschte ihr eine gute Zeit und viele neue Kontakte in der Gemeinde, was nicht schwierig sei, wenn man sich darum bemühe, meinte er.

Im Weiteren befand der Gemeinderat über mehrere Budgets. Der Voranschlag für die Sozialregion BBL fällt höher aus als dieses Jahr. «2018 ist ein Übergangsjahr» erläuterte Ursula Brüllhardt. Es sei zu erwarten, dass sich die Ausgaben in den Folgejahren wieder stabilisieren, ergänzte sie. Die Büros der Sozialregion werden ab 2019 an einem einzigen Standort zu finden sein. Die Gemeinde Biberist als Leitgemeinde der Sozialregion hat das bisher gemietete Gebäude gekauft. Sie wird die Räume umbauen und Kapazitäten für eine Aufstockung der Stellen vorsehen. Brüllhardt lobte die Zusammenarbeit mit Biberist. «Sie hören den Anliegen der Kommissionen zu. Wir hatten auch die Möglichkeit, Einfluss auf das Budget zu nehmen», bekräftigte sie.

Macht Fusion Sinn?

Das Budget der Spitex, das keine nennenswerten Abweichungen aufweist, fand ebenso Zustimmung. Thema an der Delegiertenversammlung wird die Fusion der Spitex Aare Nord mit den Bucheggberger Gemeinden sein. Der Gemeinderat fragte sich, ob eine Fusion Sinn mache, da beide Vereinigungen täglich eng zusammenarbeiten. «Stichhaltige Gründe für eine Fusion sehe ich keine», sagte Schluep. Für beide Seiten ergäben sich weder Vorteile noch Nachteile, meinte auch Frédéric Grossmann. «Ein Zusammenschluss würde keinerlei Synergien freisetzen» vermutete er.

Die Ausgaben im Budget des Schulverbandes A3 setzten den Trend nach oben fort, stellte Schluep fest. Der Verband begründet die Erhöhung der Personalkosten mit einer grösseren Anzahl Schüler. Schluep wird ihn mit der Frage konfrontieren, weshalb die Lohnkosten gegenüber dem Jahr 2016 höher veranschlagt werden, obwohl nächstes Jahr eine Klasse weniger geführt wird. Einstimmig verabschiedeten die Ratsmitglieder den Voranschlag der Bürgergemeinde. Bei einer vorsichtigen Budgetierung des Forstertrages ergibt sich ein Aufwandüberschuss von 1150 Franken. «Erfahrungsgemäss schliesst jedoch der Waldertrag besser als erwartet ab», sagte Markus Wälti.

Für kleine und grosse Kinder

Vor zwei Jahren beschloss der Gemeinderat, die Zinsen aus den Stiftungen M. Mollet und H. Suter je hälftig den Senioren und den Kindern und Jugendlichen zugutekommen zu lassen. Der Gemeinderat beschloss, den Anteil für die Jungen in den nächsten vier Jahren wie bisher für die Chlausesäckli am Chlausenanlass und die T-Shirts für die Jungbürgerfeier zu verwenden.

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