Derendingen
Lebensgefährten erstochen: 58-Jährige steht wegen vorsätzlicher Tötung vor dem Amtsgericht

In Derendingen kam es im Dezember 2018 zu einem tödlichen Streit. Dabei starb ein Mann aufgrund von Stichwunden. Seine Lebensgefährtin wurde verhaftet. Die 58-Jährige muss sich am Donnerstag vor dem Amtsgericht Bucheggberg-Wasseramt verantworten. Der Vorwurf: Vorsätzliche Tötung.

Joel Dähler
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Im Einfamilienhaus soll die Frau ihren Mann erstochen haben.

Im Einfamilienhaus soll die Frau ihren Mann erstochen haben.

TeleM1

Zum Tathergang

Am 8.Dezember 2018 kam in einem Einfamilienhaus in Derendingen zu einer Auseinandersetzung. Ein Mann erlitt dabei mehrere Stichwunden. Kurz darauf wurde die Polizei alarmiert. Trotz Reanimationsbemühungen verstarb der schwer verletzte 57-Jährige noch in der Wohnung. Im Zusammenhang mit dieser Auseinandersetzung wurde die damals 56-jährige Lebenspartnerin des Opfers verhaftet. Die mutmassliche Täterin arbeitete als Spitex-Pflegerin. Die Tatwaffe wurde vor Ort sichergestellt.

Die Staatsanwaltschaft beantragte daraufhin Untersuchungshaft. Diese konnte die Beschuldigte im Februar 2019 verlassen. Sie befindet sich seither auf freiem Fuss, weil keine besonderen Haftgründe mehr gegeben sind.

Im Februar 2020 meldete die Staatsanwaltschaft, dass die Strafuntersuchungen abgeschlossen sind. Es wurde Anklage wegen vorsätzlicher Tötung erhoben. Der Frau wird vorgeworfen, dass sie ihrem damaligen Lebensgefährten mit einem Messer tödliche Stichverletzungen zufügte und damit seinen Tod in Kauf genommen habe.

Über das Motiv

Die damaligen Anwohner machten unterschiedliche Angaben darüber, wie das Paar wahrgenommen wurde. Von «Es waren gute und freundliche Nachbarn» bis hin zu «Sie grüssten niemanden und waren mehr für sich» war alles dabei.

Gegenüber der Zeitung «Blick» sprach ein ehemaliger Kollege des Verstorbenen von Eifersucht als Tatmotiv. Das Opfer soll ein Verhältnis mit einer seiner Arbeitskolleginnen gehabt haben.

Zum genauen Tathergang und den Hintergründen werden sich die Parteien anlässlich der Hauptverhandlung am Donnerstag äussern. Für die Beschuldigte gilt die Unschuldsvermutung. Die Urteilseröffnung soll dann am Freitag folgen.