Derendingen
Jetzt kommt Leben in den Verwaltungsbau mitten im Zentrum des Dorfes

Die Elektrizitäts- und Wasserwerke Derendingen und der Posten der Kantonspolizei ziehen in Derendingen Mitte ein. In einer coronagerechten kleinen Feier wurde den Mietern symbolisch der Schlüssel übergeben.

Rahel Meier
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Ab 4. Februar ist der Polizeiposten offiziell in Derendingen Mitte stationiert. Sie freuen sich (von links): Thomas Büttiker (Liegenschaftenverantwortlicher Kantonspolizei), Manfred Rhyn (Chef Region Mitte Kantonspolizei Solothurn), Reto Studer (Postenchef Derendingen) und Gemeindepräsident Kuno Tschumi

Ab 4. Februar ist der Polizeiposten offiziell in Derendingen Mitte stationiert. Sie freuen sich (von links): Thomas Büttiker (Liegenschaftenverantwortlicher Kantonspolizei), Manfred Rhyn (Chef Region Mitte Kantonspolizei Solothurn), Reto Studer (Postenchef Derendingen) und Gemeindepräsident Kuno Tschumi

Michel Lüthi

12 Jahre dauerte der Gesamtprozess in Derendingen. Von der ersten Diskussion, hin zu einem baureifen Projekt bis zur Fertigstellung. Die Rede ist vom Neubau Derendingen Mitte, der auf einen Schlag die Raumprobleme der Verwaltung und der Schule, löst. Der Bau wurde etappiert. Die Schule ist bereits vor etwas mehr als einem Jahr eingezogen.

Am Donnerstag erhielten nun auch die Kantonspolizei und die EWD als Mieter symbolisch die Schlüssel für ihre neuen Räumlichkeiten. "Für mich ist das ein historischer Augenblick", meinte Gemeindepräsident Kuno Tschumi bei der Übergabe. Jetzt beginne das Gebäude so richtig zu leben.

Auch die EWD zieht in den Neubau ein (von links): Roger Spichiger (Vizegemeindepräsident), Michael Käsermann (Verwaltungsratspräsident) und Peter Rindlisbacher (Geschäftsführer).

Auch die EWD zieht in den Neubau ein (von links): Roger Spichiger (Vizegemeindepräsident), Michael Käsermann (Verwaltungsratspräsident) und Peter Rindlisbacher (Geschäftsführer).

Michel Lüthi

Architekt Simeon Heinzl ergriff ebenfalls kurz das Wort. "Derendingen Mitte ist ein sehr komplexes und multifunktionelles Gebäude". Er sei stolz und habe auch Freude, dass es trotz rollender Planung und Optimierungen, die sich während der Bauphase ergaben, so aussehe, wie in den ersten Entwürfen. "Für uns war es nicht immer ganz einfach. Wir als Milizler in der begleitenden Baukommission standen professionellen Fachleuten gegenüber. Aber alles was nachträglich noch geändert wurde, ist ein Mehrwert für die Gemeinde", so Kommissionspräsident Roger Siegenthaler.

Umgebungsarbeiten stehen noch an

Das Haupteingangstor für die Tiefgarage und der Asphaltplatz fehlen noch. Die Umgebungsarbeiten werden ebenfalls erst im Frühling angegangen. Trotzdem: Der Neubau ist – was den Zeitplan angeht – eine Punktlandung. Auch finanziell dürfte der von der Gemeindeversammlung vor sechs Jahren genehmigte Betrag von 36,5 Mio. Franken in der Schlussabrechnung fast punktgenau erreicht werden.

Zwar sind die letzten Handwerker noch bei der Arbeit und noch fehlen deshalb Rechnungen. «Dank unserem Controlling wissen wir aber, dass der Betrag nach Eingang aller Subventionen bis auf einige zehntausend Franken reichen dürfte», erklärt Bauverwalter Roger Spichiger. Das wäre dann ein Unterschied von weniger als einem Prozent zwischen genehmigtem Kredit und Schlussbetrag. "Diese beiden Punktlandungen muss uns zuerst noch jemand nachmachen", meint Tschumi nicht ohne Stolz.

62 zusätzliche Parkplätze – und erst noch gedeckte

Mit dem Einzug von Polizei und EWD wird künftig auch die Einstellhalle mit ihren 62 Parkplätzen bewirtschaftet. Da in Derendingen generell eher ein Mangel an Parkplätzen besteht, ist das eine positive Nachricht. Neben den Mietern werden diese unter anderem durch die Raiffeisenbank, aber auch durch Mitarbeiter von Coop oder das Personal der Gemeindeverwaltung und die Lehrerschaft genützt. Zutritt bekommt man – wie auch auf den blauen Parkplätzen in Derendingen – mit der Parkingpay-App.

Der Parkplatz bei der Rosenmatt wird weiter zur Verfügung stehen. Friedhofbesucher dürfen diesen Parkplatz gratis nützen. Zudem gibt es neu auch Parkplätze bei der Aufbahrungshalle.

Umbau ist noch nicht abgeschlossen

Der Neubau Derendingen Mitte ist Teil eines räumlichen Teilleitbildes für das Zentrum in Derendingen. Im Neubau ist eine moderne Aula integriert. Die heutige Aula, die das Schulhaus und die Gemeindeverwaltung verbindet, wird abgerissen. So entsteht neu eine Lücke und der Blick hin zum Grüttbach wird wieder frei. Bis es allerdings so weit ist, wird in Derendingen weiter geplant und diskutiert. Wenn die Aula abgebrochen wird, dann müssen auch die Räume der Bauverwaltung verlegt werden.

«Wir wissen heute, dass wir alle Büros der Gemeindeangestellten in der Gemeindeverwaltung platzieren können», erklärt Gemeindepräsident Kuno Tschumi. Alle unter einem Dach zu haben, vereinfache auch die internen Abläufe und die Kommunikation. Das bedinge aber, dass die Büros der Bauverwaltung in den heutigen Gemeinderatssaal verlegt werden. Anschliessend müsste dann auch der Dachstock ausgebaut und als neuer Gemeinderatssaal eingerichtet werden. Das Dach sei sanierungsbedürftig und dort müsse sowieso etwas gemacht werden.

Gemeinderat kann zwischenzeitlich ausweichen

«Für die Gemeinderatssitzungen können wir vorläufig die Aula oder zurzeit noch freistehende Räume im Zentrumsbau nützen», so Tschumi. Parallel dazu macht man sich in der Verwaltung aber auch Gedanken über den Platzbedarf des Werkhofes.

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