Derendingen
Im Emmehofquartier wird bis 2030 weiter gebaut

Der Emmehof ist ein wichtiges Gebiet für die innere Verdichtung der Gemeinde. Massnahmen zur Umsetzung sind im Agglomerationsprogramm der Regionalplanungsgruppe enthalten.

Rahel Meier
Merken
Drucken
Teilen
Moderne Überbauung, historische Gebäude und direkter Zugang zum Emmenkanal: Das Emmehofareal.

Moderne Überbauung, historische Gebäude und direkter Zugang zum Emmenkanal: Das Emmehofareal.

Hanspeter Bärtschi

Mit dem Emmehof liegt ein Umstrukturierungs- und Verdichtungsgebiet in der Gemeinde Derendingen, dessen Umsetzung vonseiten der Regionalplanungsgruppe als Daueraufgabe angesehen wird. Damit der Bund Beiträge an gewisse Arbeiten auszahlt, muss die Gemeinde bestätigen, dass sie bereit ist die Massnahmen, die im Agglomerationsprogramm umschrieben sind, umzusetzen.

Der Gemeinderat hat dies an seiner letzten Sitzung gemacht. Das Gesamtprojekt wird in sechs Etappen bis 2030 umgesetzt. Die Realisierung hat gestartet. Im Teilareal Spindelgut wurden 2019 die ersten Wohnungen realisiert.

Direkter Zugang zum Emmenkanal

Der im Jahr 2015 genehmigte Gestaltungsplan sieht eine dichte und urbane Bebauung bei gleichzeitig hoher Wohn- und Siedlungsqualität vor. Geplant sind mehrere Neubauten – darunter ein höheres Haus – während einzelne bestehende Gebäude bewusst als Zeitzeugen erhalten und umfassend renoviert werden. Damit die industrielle Geschichte des Emmenhof auch in Zukunft sichtbar ist.

Das Emmenhofareal ist mit dem öffentlichen Verkehr gut an den Hauptbahnhof Solothurn angeschlossen. Verkehrsfreie Wege, die sich durch das gesamte Areal ziehen, sowie grosszügige Grünräume erzeugen Hofcharakter und machen die Natur zum integralen Bestandteil des Quartiers.

Dabei soll auch dem Wasser eine wichtige Rolle zukommen: Im Zuge des Projekts entsteht ein direkter Zugang zum Emmenkanal und der Schluchtbach, der das Areal im Osten umfliesst, wird freigelegt und renaturiert.

Gutscheinaktion wird bis Ende Juli verlängert

In Derendingen wurden im Dezember rund 5'000 Gutscheine an gute Steuerzahlerinnen und Steuerzahler verschickt. Diese können in Geschäften und Restaurants entlang der Haupt- und der Bahnhofstrasse eingelöst werden. Die Gutscheine sind gültig bis Ende März.

Leider mussten noch vor Weihnachten einige dieser Geschäfte wieder ganz oder teilweise schliessen. Betroffen davon waren und sind unter anderem wiederum die Restaurants. Da es zurzeit nicht nach einer wesentlichen Lockerung aussehe, wird die Aktion nun bis Ende Juli verlängert, damit die betroffenen Betriebe doch noch profitieren können. Laut Gemeindepräsident Kuno Tschumi wurden bisher rund 1'000 Gutscheine eingelöst.

Bei den Verzugszinsen wird abgewartet

Noch nicht entschieden hat der Gemeinderat Derendingen, wie er dieses Jahr mit den Verzugszinsen für die Steuern verfahren will. Bereits haben einige Gemeinden kommuniziert, dass sie wie schon im letzten Jahr wegen der Coronapandemie auf das Erheben der Verzugszinsen verzichten.

«Wir würden damit rund 63'000 Franken verlieren», so Tschumi. «Wir warten vorläufig ab und entschieden, wenn wir sehen, was noch alles passiert.»