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Gegen Wegwerfmentalität: Derendinger Start-Up verkauft gebrauchte Kinderkleider

Zwei Start-up Unternehmerinnen aus Derendingen und Bern verkaufen gebrauchte Kinderkleider auf Instagram. Sie wollen der heutigen Verbrauchergesellschaft entgegenwirken.

Anja Neuenschwander
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Sophie Sander aus Derendingen (links) und Claudine Spichiger aus Bern

Sophie Sander aus Derendingen (links) und Claudine Spichiger aus Bern

zvg

Seit kurzem gibt es auf Instagram unter «rausgewachsen.kids» gebrauchte Kinderkleider zu kaufen. Sophie Sander aus Derendingen und Claudine Spichiger aus Bern setzen damit ein Zeichen für die Nachhaltigkeit: «Wir wollen in der heutigen Wegwerfgesellschaft etwas gegen den Kleiderverschleiss tun.» Auf die Idee gekommen seien sie unter anderem durch viele Elternpärchen in ihrem Umfeld. «Die Kinder wachsen ja so schnell aus ihren Kleidern raus, und wir fanden, dass man den Kleidern noch eine zweite Chance geben sollte», erklärt Sander.

Herausstechen mit viel Liebe zum Detail

Auf der Plattform Instagram laden sie Fotos der jeweiligen Kleidungsstücke hoch. «Mit Instagram hat man heutzutage die grösste Reichweite, sie wird am meisten genutzt», erklärt Claudine Spichiger. Dadurch sei aber die Konkurrenz durchaus auch ein Thema. Herauszustechen versuchen sie daher mit einer schönen Darstellung der Kleider und viel Liebe zum Detail.

Ihr Konzept sieht folgendermassen aus: Saubere Gebrauchtkleider werden abgegeben – momentan meist noch gratis – und dann über Social Media weiterverkauft. Bezahlt wird per Twint. Der Erwerb fliesse momentan noch komplett ins Unternehmen.

Die bestellten Kleider werden entweder per Post verschickt oder können in einer Box in Derendingen oder Bern abgeholt werden. Die Standorte der Boxen werden den Kunden und Kundinnen dann auf Anfrage bekannt gegeben.

Die meisten Kleider werden per Post versandt

«Im Moment läuft es in Derendingen besser als in Bern», berichtet Sophie Sander. Warum dies so sei, wisse sie auch nicht genau. «Wir werden dort aber gut von engen Freunden unterstützt.» Sander und Spichiger würden aber auch immer mehr Anfragen aus der ganzen Schweiz erhalten. Die meisten Kleider werden daher als Päckli verschickt.

Die beiden langjährigen Freundinnen widmen sich ihrem Projekt voller Freude und Motivation und sind momentan noch auf Gratisabgaben angewiesen.

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