Derendingen
Die Ämmekracher bedanken sich beim Gropp-Verbrennen bei Kuno Tschumi

Die coronabedingte Nicht-Fasnacht wurde in Derendingen wiederum in einem Video verabschiedet. Dieses Mal trafen sich Ober Florian Müller und Gemeindepräsident zur Schlüsselübergabe an der Emme.

Rahel Meier
Drucken
Teilen

Man erinnert sich: Die Machtübergabe an Hilari erfolgte in Derendingen telefonisch und der Schlüssel für das Gemeindehaus wurde von Kuno Tschumis Hund zum Ober der Ämmekracher gebracht.

Auch das traditionelle Gropp-Verbrennen am Äschermittwoch wurde auf Video aufgenommen und so konnten sich alle von der Fasnacht, die es heuer eben gar nicht gab, verabschieden.

Ober hielt nur eine kurze Rede

Dieses Mal trafen sich Ober Florian Müller und Tschumi aber persönlich an der Emme. Müllers Rede war allerdings nicht allzu lang. Er erinnerte kurz an die diversen Aktionen – etwa die Mehlsuppe, die allen Interessierten nach Hause gebracht wurde und alles was via soziale Medien lief.

Traurig machte es ihn allerdings, dass er Kuno Tschumi zum letzten Mal den Schlüssel zurückgeben durfte, weil dieser in den Ruhestand geht. «Du hast die Fasnacht ja im Blut. Wenn dir langweilig wird, finden wir sicher ein Instrument, das du bei uns spielen kannst», meinte er. Er überreichte Kuno Tschumi zudem ein Geschenk: Einen Gropp auf dem «Danke Kuno» eingraviert ist und der künftig immer während der Fasnachtszeit im Dorf hängen wird.

Spezielles Derendinger Präsidentenwasser

Zudem gab es ein «Kaffee avec» mit einem «Präsidentenwasser», in einer Flasche mit dem Logo der Ämmekracher und der Gemeinde. Auch Tschumi hatte sich vorbereitet und erklärte «den lieben leider verhinderten Fasnachtsmachern»: «Zum Glück isch d Fasnacht ned verschwunde, sondern eifach nur coronamässig zruggbunde.»

Anschliessend wurde der Gropp – der sinnigerweise die Form eines Coronavirus hatte – zu den Klängen von «Tornero» verbrannt.