Derendingen
Baustelle versinkt im Grundwasser: «Das Wasser ist keine Überraschung»

Der bevorstehende Neubau «Steinmatt-Portal» im Zentrum von Derendingen verzögert sich etwas.

Anja Stampfli
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Wasser in der Baugrube der Überbauung Steinmattportal.

Wasser in der Baugrube der Überbauung Steinmattportal.

Anja Stampfli

Grosse Baucontainer versanken im Wasser, Isolationsmaterial, Kartonschachteln, sogar Holzpaletten schwammen gemütlich auf der Grossbaustelle «Steinmatt-Portal» an der Hauptstrasse 33 beziehungsweise Steinmattstrasse 22 in Derendingen im meterhohen Wasser. Das Wasser umgab auch das bestehende Gebäude nebenan, von dem aus ein Anwohner aus dem Fenster lachend rief: «Wir haben ein eigenes Schwimmbad!»

Doch so ganz nach einem Schwimmbad sieht es dann doch nicht aus. Es ist Grundwasser, das nach dem Aushub zum Vorschein kommt: «Das Wasser ist keine Überraschung für uns,» sagte Roger Spichiger, zukünftiger Gemeindepräsident und jetziger Leiter Bau und Planung. Das Grundwasser werde nun in die Kanalisation abgepumpt. Sobald das Abpumpen abgeschlossen sei, werde der Boden für die Tiefgarage fertig betoniert.

Nur eine geringfügige Verzögerung der Arbeiten

Entstehen soll im Frühling 2023 ein Neubau mit zwei Mehrfamilienhäusern im Zentrum von Derendingen. Insgesamt sollen im neuen «Steinmatt-Portal» 52 Wohnungen mit Gewerbe im Erdgeschoss entstehen. Die Architektin des Grossprojektes, Selma Sieboth aus Derendingen, ergänzt:

«Der Starkregen der letzten Wochen ist mitschuldig daran, dass der Grundwasserspiegel noch mehr angestiegen ist. Das ist Natur. Man muss immer mal wieder mit Problemen bei solch einem grossen Bauvorhaben rechnen. Aber deswegen lassen wir uns nicht ins Bockshorn jagen. Mehr als anderthalb Wochen sind wir deshalb nicht in Verzug.»