Gemeinderat Langendorf
Der zusätzliche Schulraum könnte zu wenig sein

Die Spezialkommission zur Schulraumerweiterung stellte den ersten Bericht und das weitere Vorgehen vor. Als Nächstes wird die Spezialkommission eine Machbarkeitsstudie entwerfen und damit die Bestvariante ermitteln.

Nadine Schmid
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Der neue Schulraum wird voraussichtlich erst 2021 vollständig zur Verfügung stehen. (Symbolbild)

Der neue Schulraum wird voraussichtlich erst 2021 vollständig zur Verfügung stehen. (Symbolbild)

Keystone

Die Realisierung des neuen Kindergartens soll der übrigen Schulraumerweiterung vorgezogen und in oberster Priorität behandelt werden. «Dies gibt Luft nach oben», argumentierte Reto Vescovi von der Firma Kontextplan AG, der dem Gemeinderat den ersten Bericht der Schulraumerweiterungskommission vorstellte. «Der neue Schulraum wird vollständig erst 2021 zur Verfügung stehen, laut Berechnungen wird es aber schon vorher zu Raumknappheit kommen. Durch die Umsiedlung des Kindergartens werden im Schulhaus D Räume frei, die dieses Problem lösen.»

Konzertsaal oder Weihermatt 1

Die Spezialkommission informierte über ihre Arbeit, um mit dem positiven Zuspruch des Gemeinderats weiterwirken und allfällige Unstimmigkeiten bereits an dieser Stelle lösen zu können. Sie hatte diverse Lokalitäten für den neuen Standort des Kindergartens unter die Lupe genommen und zwei Örtlichkeiten dem Gemeinderat empfohlen.

Sehr gut abgeschnitten hat der Standort Weihermatt 1, zu dem es bereits eine Voruntersuchung gibt. Die Umsiedlung dorthin könne sehr rasch umgesetzt werden, dazu wären die Kindergärtnerinnen gut im übrigen Team integriert und ein Doppelkindergarten brächte mehrere Vorteile, so beispielsweise in der Organisation. Ein weiterer möglicher Standort wäre eventuell der Konzertsaal, was überprüft werden soll, ehe man die Entscheidung fällt.

Neben vier Klassenzimmern und einem neuen Lehrerzimmer könnte es womöglich noch weitere Unterrichtsräume geben. Die Spezialkommission wird eine solche Option untersuchen, da sie aus ihrer Sicht eine wichtige Reserve schaffen würde. «Ins Deltaareal werden viele Menschen ziehen, und damit auch Familien», so Vescovi. Ohne Reserven malt die Spezialkommission bisher nicht gerade ein zufriedenstellendes Bild: Es könne sein, dass, kaum wäre die Schulraumerweiterung umgesetzt, man gleich wieder über weiteren Schulraum debattieren müsse.

Möglicherweise drei Turnhallen

Von Vereinen wird die Turnhalle an allen Werktagen bis 22.15 Uhr belegt. Der Turnunterricht beginnt momentan am Morgen mit der zweiten Lektion ab 8.15 Uhr. Die Spezialkommission hat ermittelt, dass bei 25 Klassen ein Bedarf von 71 Turnlektionen anfällt. Ihre Empfehlung lautet, von drei Turnhallen auszugehen, dabei soll eine allenfalls als eine Art «Tummelhalle» dienen und nur von den Unterstufen und Kindergarten genutzt werden.

«Tummelhalle» heisst, dass dort Bälle und auch gewisse Turngeräte nicht verwendet würden. Bisher geht die Kommission davon aus, diese Halle im Konzertsaal realisieren zu können, was jedoch noch weiter analysiert werden muss. Es wurden noch zwei weitere Möglichkeiten für die Turnhallennutzung vorgestellt, die von einem Neubau absehen. Jedoch weisen diese klare Nachteile auf: Man könnte einen Teil des Turnunterrichts auf Rüttenen und Oberdorf verlagern oder den Turnunterricht bereits bei der ersten Lektion ansetzen und auf die letzte Lektion am Nachmittag ausweiten.

Beide Varianten würden jedoch den Oberstufenschülern vorbehalten sein. Als weitere Gegenargumente bei der Verlagerung in andere Gemeinden wurden der kompliziertere Schulweg und die dadurch verschobenen Stundenpläne genannt. Die Turnhalle an den Randzeiten für den Unterricht zu nutzen, hätte zur Folge, dass sie nur noch im Nachtschichtbetrieb gereinigt werden könne. Als Nächstes wird die Spezialkommission eine Machbarkeitsstudie entwerfen und damit die Bestvariante ermitteln. Nach den Sommerferien wird sie dem Gemeinderat die Resultate vorstellen.

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