Messen
Der Werkhof muss sich neu orientieren

Der Gemeinderat von Messen liess sich von einer Firma die Arbeiten, die zum Werkhof gehören, aufzeigen und ein neues Konzept vorstellen.

Rahel Meier
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Das Wischen der Strassen ist in Messen bisher nicht üblich. (Symbolbild)

Das Wischen der Strassen ist in Messen bisher nicht üblich. (Symbolbild)

Keystone

Der Gemeindewerkmeister hat nun ein exaktes Pflichtenheft, das genau aufzeigt, welche Aufgaben in Messen zu erfüllen sind. Allerdings stehen ihm nur 140 Stellenprozent zur Verfügung. Das Werkhofkonzept zeigt aber auf, dass eigentlich 200 Prozent nötig wären. Der Gemeinderat liess sich am Donnerstagabend das Konzept von Hansruedi Blaser (Clean Green Consulting) vorstellen. «Wir haben alle Arbeiten aufgenommen, die eigentlich zum Werkhof gehören», so Blaser.

Dazu gehört beispielsweise auch der Unterhalt der Flurwege, der aber problemlos von Dritten erledigt werden könnte. Oder das Wischen der Strassen, das in Messen bisher nicht üblich ist. «Wir haben nicht nachgefragt, wie viel Zeit bisher für eine bestimmte Arbeit aufgewendet wurde, sondern diese nach den üblichen Standards bewertet.» Das Werkhofkonzept sei aus neutraler Position erstellt worden. «Wir haben es nicht rund um den bisherigen Gemeindewerkmeister gebastelt, oder um Messen herum.»

Tatsächlich hat die Firma Clean Green Consulting ein Programm, das Angaben wie beispielsweise die Grösse einer zu mähenden Rasenfläche oder die Kontrolle der Robidogs, die in einer gewissen Entfernung voneinander liegen, in Jahresarbeitszeit umwandelt, die dafür aufgewendet werden muss.

Auf mehrere Personen

Sobald der Werkmeister wieder zu 100 Prozent einsatzfähig sei – er hatte einen Unfall – werde das neue Konzept angewandt. Nach dem ersten Jahr werde das Konzept diskutiert und wo nötig würden Anpassungen vorgenommen. «Das Schwierigste wird am Anfang wohl die Planung der Arbeit. Die Idee ist die, dass der Werkhofmeister selbst einen Monats- und einen Wochenplan erarbeitet.» Er werde dabei begleitet, so Blaser. Er versicherte, dass die geleistete Arbeit, und die Stundenzahl nach drei, sechs und neun Monaten überprüft werde. Es werde eine Jahresarbeitszeit vorgegeben. «Es gibt arbeitsintensivere Zeiten, in denen mehr Stunden anfallen und Zeiten, in denen es ruhiger ist.»

Schwierig sei zudem, dass das zusätzliche 40-Prozent-Pensum nicht immer optimal eingesetzt werden könne. Die Arbeit müsste auf mehrere Personen verteilt werden, sodass sicher sei, dass auch tatsächlich eine Person aushelfen könne, wenn dies nötig ist.

Sonderfall Brunnenthal

Der Ortsteil Brunnenthal wird von der Wasserversorgung Saurenhorn versorgt. Diese liegt zum allergrössten Teil im benachbarten Bernbiet. Die Wasserversorgung Saurenhorn hat ein Generelles Wasserversorgungsprojekt (GWP) erarbeiten lassen. Nun hat sich gezeigt, dass die Planung für Brunnenthal anders erarbeitet werden muss, als für den Rest des Versorgungsgebietes. «Der Kanton Bern und der Kanton Solothurn haben komplett andere Vorgaben, wenn es um das GWP geht», erklärte Niklaus Schwarz (Ryser Ingenieure AG, Bern). Im Kanton Bern sei ein GWP eine reine Planung.

Im Kanton Solothurn werde das GWP aufgelegt, sei verbindlich und rechtssicher. Darum ist ein GWP auch teurer, wie der Gemeinderat Messen feststellen musste. Er bewilligte 20 000 Franken für die Erarbeitung des GWP. Es sei aber möglich, dass ein Teil davon von der Wasserversorgung Saurenhorn übernommen werde. «Ohne das genehmigte GWP gibt es nämlich keine Subventionen.»