Planung

Der Weg zum Bahnhof Solothurn wird für Zuchwiler kürzer

Von Zuchwil her wird eine direkte Veloverbindung via Holunderweg zum Bahnhof Solothurn Süd geplant.

Von Zuchwil her wird eine direkte Veloverbindung via Holunderweg zum Bahnhof Solothurn Süd geplant.

Zuchwil profitiert vom Umbau des Bahnhofes Solothurn Süd. Der Gemeinderat liess sich deshalb über den Stand der Planung informieren.

Ab 2027 fährt der RBS (Regionalverkehr Bern-Solothurn) mit längeren Zugskompositionen. Darum müssen die Perronanlagen im Bahnhof Solothurn auf der Südseite angepasst werden. Die Stadt Solothurn hat dies im Jahr 2016 zum Anlass genommen, gemeinsam mit mehreren Partner eine umfassende Planung über das Gebiet beim Bahnhof Süd anzupacken.

Die städtebauliche Situation an diesem Ort befriedige nicht und auch die Verkehrsanbindung sei heute unzureichend. Von der Planung ist Zuchwil als Nachbargemeinde direkt betroffen. Deshalb zeigte Andrea Lenggenhager (Leiterin Stadtbauamt Solothurn) im Gemeinderat Zuchwil auf, wo die Planung zurzeit steht.

Vom Masterplan jetzt zum Vorprojekt

Mit einem Studienauftrag wurden die Ziele für den Perimeter rund um den Bahnhof Süd definiert. Der Bereich soll als Ganzes räumlich aufgewertet und zu einer Visitenkarte für die stadtwerden. Wichtig sei die koordinierte und funktional aufeinander abgestimmte Anbindung der verschiedenen Verkehrsteilnehmer an das übergeordnete Verkehrsnetz und die Verbesserung der Umsteigebeziehungen.

1. Neue Perronanlage des RBS 2. Begegnungsplatz 3. Neue Fussgängerunterführung gegen Norden 4. Hier wird eine Unterführung Richtung Zuchwil geplant

Das Gebiet Hauptbahnhof Süd - RBS

1. Neue Perronanlage des RBS 2. Begegnungsplatz 3. Neue Fussgängerunterführung gegen Norden 4. Hier wird eine Unterführung Richtung Zuchwil geplant

Dazu gehört auch die Aufwertung der Querungsmöglichkeiten für den Langsamverkehr vom Süden des Bahnhofes in den nördlichen Teil. Die wichtigsten Ergebnisse aus dem Studienauftrag waren die neue Unterführung die von Süden her direkt in die Hauptbahnhofstrasse führen soll, der neue Begegnungsplatz auf der Höhe des ehemaligen Feldschlösschen-Depot und die Direktverbindung mit einer Unterführung für den Langsamverkehr via Holunderweg nach Zuchwil. Erschlossen wird das Gebiet weiterhin über den Kreisel beim «Güggelstutz». Der Bahnhof Süd soll künftig von zwei Buslinien angefahren werden. Dafür werden drei Buskanten gebaut. Für die Velos sollen rund 500 Parkplätze im Untergeschoss erstellt werden.

«Von der Neugestaltung profitieren die angrenzenden Quartiere in Zuchwil auch», zeigte sich Lenggenhager überzeugt. Die Hauptlast der Arbeiten liege weiterhin beim RBS. Neu sei auch die SBB in die Planung eingebunden worden.

«Nach dem Studienauftrag haben wir zuerst einen Masterplan erarbeitet und jetzt wollen wir mit einem Vorprojekt konkreter werden.» Die Ausführung bis ins Jahr 2027 sei sportlich. Wolle man das Projekt umsetzen, brauche es eine Urnenabstimmung. Das Projekt sei zudem auch im Agglomerationsprojekt enthalten.

Der Gemeinderat Zuchwil nahm die Ausführungen zur Kenntnis. Kritisiert wurde einzig, dass der Langsamverkehr in einer Unterführung nach Zuchwil geleitet werden soll. «Eine oberirdische Lösung toleriert das Bundesamt für Verkehr heute nicht mehr.»

Den Mehrwert voll abschöpfen

Der Gemeinderat Zuchwil hat zudem das Planungsausgleichsreglement beraten und sich mit 9:2 Stimmen entschieden, den Planungsmehrwert 40 Prozent festzulegen. Mit diesen Abgaben sollen künftig Entschädigungen für Enteignungen oder Massnahmen, um brachliegende Flächen in der Bauzone zu aktivieren und den öffentlichen Raum aufzuwerten, finanziert werden.

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