Unterramsern

Der Weg ist frei für das zukünftige Limpachtalschiessen

Das Limpachtalschiessen wird jedes zweite Jahr durchgeführt.

Das Limpachtalschiessen wird jedes zweite Jahr durchgeführt.

Die Bevölkerung aus Unterramsern greift dem Schützenverein finanziell unter die Arme.

Thomas Mollet, Präsident der Schützengesellschaft Ramsern, gelangte mit einem Gesuch um ein Darlehen von 50'000 Franken an die Gemeindeversammlung. Der im Jahr 1888 gegründete Verein verzeichne 45 lizenzierte Schützen, die sich aktiv am Vereinsleben beteiligen, erzählte Mollet. In den letzten Jahren hätten sie in verschiedenen Wettkämpfen Erfolge verzeichnen können.

Grossen Stellenwert habe auch die Jugendförderung. Der durchgeführte Jungschützenkurs sei auf grosse Resonanz gestossen, umriss Mollet die Qualitäten des Vereins weiter. Jedes zweite Jahr führt die Schützengesellschaft das Limpachtalschiessen durch.

Verein ersucht um ein Darlehen

Damit kam Mollet auf den Kern seines Anliegens zu sprechen. Der Erlös dieses Anlasses sei für den Verein existenziell, betonte er. Aufgrund einer Gesetzesänderungen ist es aber nicht mehr erlaubt, in den Boden zu schiessen. Es sind nur noch künstliche Kugelfangsysteme zugelassen. Um das Limpachtalschiessen weiterhin durchführen zu können, müsste die Anlage im Schützenhaus um zwei Scheiben erweitert werden.

Für den dafür nötigen Anbau rechnet der Ver-ein mit Kosten von knapp 100'000 Franken. Die Hälfte davon könnte durch Eigenkapital finanziert werden. Für den Rest bräuchte es ein Darlehen. Ziel wäre, dieses in acht Jahren zurückzubezahlen. Gemeindepräsident Markus Menth unterstützte dieses Begehren. Er hob hervor, wie wichtig Vereine für das Dorfleben sind. Einstimmig sprach sich die Versammlung dafür aus, der Gesellschaft den Kredit zu gewähren.

Gemeinde ist finanziell gut aufgestellt

Finanzverwalter Ruedi Ziegler präsentierte den 31 an der Gemeindeversammlung anwesenden Stimmbürgern und Stimmbürgerinnen die Rechnung. Sie schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 122'542 Franken ab. Dieser Betrag wird dem Eigenkapital zugeführt, das auf 882'319 Franken ansteigt. Die wichtigsten Abweichungen in der Rechnung sind höhere Steuereinnahmen. Mehrausgaben fielen bei der Feuerwehr an, weil 43'000 Franken für die Vorfinanzierung des Tanklöschfahrzeugs verbucht wurden.

Die Reparaturen von Wasserleitungen haben 10'000 Franken mehr verschlungen als budgetiert. Ziegler präsentierte die Entwicklung der Steuerveranlagungen auf Basis der Staatssteuer. Im 2011 beliefen sich die Steuerrechnungen auf 482'000 Franken. Im 2018 waren es 651'000 Franken. Da der Finanzausgleich auf der Steuerkraft berechnet wird, fällt dieser dementsprechend tiefer aus.

In den Spezialfinanzierungen ergab sich bei der Abwasserbeseitigung ein Aufwandüberschuss von 20'761 Franken. Mit einer Reserve von 219'569 Franken sei dies jedoch gut zu verkraften und eine Anpassung der Gebühren sei nicht nötig, erklärte Ziegler. Investitionen hat die Gemeinde keine getätigt. Durch die Einnahme von Gebühren ergibt sich daher eine sogenannte Nettoinvestitionsabnahme des Verwaltungsvermögens von 60'808 Franken.

Der Souverän genehmigte die Rechnung einstimmig. Ebenso stimmte er der Abrechnung für den Ersatz Wasserleitung Hauptstrasse zu. Der genehmigte Bruttokredit von 323'000 Franken wurde um 28'600 Franken unterschritten. Nach einem Kostenbeitrag von der Gebäudeversicherung von 58'500 Franken konnten die Arbeiten für netto 235'900 Franken ausgeführt werden.

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