Mit der Renaturierung eines bestehenden Wassergrabens soll das beschauliche Mülitäli aufgewertet werden. Im Mülitäli schlängelt sich der Mülibach, links und rechts von Wald geschützt, in einem naturnahen Lauf von Mühledorf bis nach Küttigkofen.

Das idyllische Mülital ist etwa zwei Kilometer lang. Die Strecke durch das Mülitäli ist eine der schönsten, die der Bucheggberg zu bieten hat. Das Mülital wurde im Vernetzungsprojekt Bucheggberg als eigenes Massnahmengebiet ausgeschieden.

Nicht mehr funktionstüchtig

Zirka in der Mitte befindet sich mit unterschiedlichem Abstand zum Mülibach ein Entwässerungsgraben, der eingewachsen und kaum mehr funktionsfähig ist. Der zirka 500 Meter lange Graben soll wieder instand gestellt und durch einen sachgerechten Unterhalt langfristig erhalten werden.

Mit Massnahmen soll auch die Vernetzung mit dem Mülibach gefördert werden. Das Projekt wird in einem Baugesuch der Naturschutzorganisation Pro Natura beschrieben. Das Gebiet sei heute bereits ökologisch wertvoll und kann mit dem vorgesehenen Unterhaltseingriff für die Zielarten aufgewertet werden.

Tierarten der Feuchtstandorte wie Gelbbauchunke, Ringelnatter, diverse Libellen, Brombeer-Perlmutterfalter und Pflanzen der Feuchtstandorte (Grosser Wiesenknopf) sollen gefördert werden.

Regelmässiger Unterhalt

Die Grundbesitzer stünden dem Projekt, laut Baugesuchs-Bericht positiv gegenüber und seien froh, wenn der Unterhalt geregelt wird. Um einen optimalen Lichteinfall der Biotope zu ermöglichen, soll die Hecke regelmässig unterhalten werden.

Auch als Vorbereitung zum Unterhalt an den Wassergräben werden die Hecken und Waldränder durchforstet und auf die Parzellengrenzen zurückgeschnitten. Die Wassergräben werden auf rund 500 Meter Länge eingetieft und verbreitert (zirka 40 Zentimeter tief und 100 breit). Zusätzlich werden einige lokale Aufweitungen geschaffen.

Dadurch ist sichergestellt, dass die Wassergräben über lange Zeit vernässt sind. Die Rohrleitungen, welche den Wassergraben mit dem Mülibach verbinden, und dadurch die Entwässerung sicherstellen, werden gespült und bei Bedarf instand gestellt. Das ausgehobene Material (etwa 150 Kubikmeter) wird vor Ort verwertet.

Projekt kostet 40 000 Franken

Weil die Verlandung bei Feuchtgebieten und den vorgesehenen Wassergräben schnell geschieht, muss der Unterhalt sichergestellt sein. Nachteilig ist bei kleinen Biotopen in der Nähe von Hecken und Waldrändern, dass sie stärker zur Verlandung neigen als grössere Wasserflächen. Aus diesem Grund müssen jährliche Kontrollen stattfinden.

Der Eingriff zur Eintiefung der Wassergräben und lokalen Tümpel sollte in einem Intervall von drei bis vier Jahren wiederholt werden. Pro Natura geht davon aus, dass alle vier Jahre Unterhaltsmassnahmen im Umfang von rund 2000 Franken vorzusehen sind.

Der Unterhalt wird in einer Vereinbarung zwischen Pro Natura, der Gemeinde Buchegg und der Grundbesitzerin auf der Grundlage eines Pflegekonzeptes geregelt. Der Gemeinderat Buchegg hat im Juni 2015 beschlossen, das Projekt zu unterstützen und jährliche Unterhaltskosten zu leisten.

Die Kosten für das Projekt Aufwertung Wassergraben Mülital-Buchegg werden auf 40 000 Franken veranschlagt.