Buchegg

Der Unermüdliche: Bernhard «Bärnu» Anderegg stellt erneut im Blumenhaus aus

«Bärnu» Anderegg stellt im «Alten» Wohnheim Blumenhaus 160 Werke aus.

«Bärnu» Anderegg stellt im «Alten» Wohnheim Blumenhaus 160 Werke aus.

Unter dem Titel «Rahmenlos im Rahmen» zeigt Bernhard «Bärnu» Anderegg im Blumenhaus seine neuen Arbeiten: Dispersion auf Hartpavatex.

Die Vernissage galt der zweiten Werkschau über das reichhaltige malerische Schaffen von «Bärnu» Anderegg. Veronika Medici, langjährige Mitarbeiterin des Sonderschulheims Blumenhaus, eröffnete die Ausstellung mit den Worten: «Staunen wir, dass ‹Bärnu› im leergeräumten alten Blumenhaus schon wieder viele Wände für seine Bilder gefunden hat, wie damals im November 2013.»

Sie betonte die reiche Ausstellungstätigkeit des Künstlers, denn es ist bereits die fünfte Ausstellung in seinem Wohnort Buchegg: im Schlössli Buechi, dann zwei Ausstellungen im Bauernhaus Zimmermann 2011 und am selben Ort vom jetzigen Haus Niklaus 2012. Aktuell nun unter dem Dach des seit kurzem auch schon «Alten» Wohnheims Blumenhaus.

Hier finden sich genügend Zimmer, Gänge und Wände für die immerhin 160 Exponate, welche die ungebremste Lust am Malen und Experimentieren von «Bärnu» Anderegg dokumentieren. Es sind immer wieder Landschaften, Ausblicke rund um das Blumenhaus. Sie bedeuten seine Heimat.

Er hat sein Atelier in Brügglen auch in einem alten Bauernhaus. Anderegg liebt intensive Dispersionsfarben, die er meist mit Spachtel oder auch mit dem Pinsel auf seine Hartpavatexplatten aufträgt. «Bärnu» Anderegg ist jedoch kein Impressionist. Seine Bilder sind verinnerlichte Eindrücke, erinnerte Licht- und Farbstimmungen.

Reale und surreale Motive

«Bärnu» Anderegg schwärmt vom goldenen Licht, das über den leuchtenden Rapsfeldern liegt, den bunten Herbstfeldern, von Nebelschwaden über grünen Matten oder er lenkt den Blick des Betrachters zum Jura, zum Himmel und den Wolkenbildern.

Als Gegensatz finden sich abstrakte surreale Motive aus seiner Fantasiewelt. Märchenhafte Waldszenen wechseln mit gebauten Raum- und Menschenszenen. Orangefarbige, organische Gebilde säumen die Gangwände und in den zahlreichen Zimmern gibt es kaum ein Thema, das der Künstler unversucht gelassen hätte.

Das charakteristischste Lebensthema von «Bärnu» Anderegg ist jedoch seine Betriebsamkeit im Tun und Wirken, Zusammenführen, Projekte schmieden, Freunde für neue Projekte begeistern. Wesentlich ist seine Initiative für die Kulturbegegnung im Bucheggberg.

Geboren und aufgewachsen in Walliswil, ist Bernhard Anderegg in Wangen a/A zur Schule gegangen und hat sich schon damals für die Impressionisten interessiert. Später in der Malerei autodidaktisch ausgebildet, hat er deren Werke wie auch solche von Rembrandt kopiert.

Auf Bestellung hat er auch Töfftanks mit amerikanischen Pin-ups illustriert. Ab 2007 wandte er sich dann der Landschaftsmalerei und seinem heutigen Themenkreis zu. Zusammen mit seinen Malerfreunden, angeführt von seinem Freund Roman Candio, organisierte «Bärnu» Anderegg 2010 und 2015 Gemeinschaftsausstellungen im Sandsteinkeller Schloss Buchegg.

Öffnungszeiten: Sonntage, 21./28. August 14–17 Uhr. Finissage: Sonntag, 4. September, 14–17 Uhr.

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