An der Aare in Attisholz Süd steht der Uferpark im Rohbau. Gleichzeitig hat das kantonale Hochbauamt eine Baupublikation für das letzte ehemalige Gebäude, das auf der Südseite nicht abgebrochen wurde, veröffentlicht. Das Gebäude beim südlichen Brückenkopf, die ehemalige Kantine der Cellulose Attisholz, wird künftig mitten im neuen Uferpark stehen und soll in einfachen Gastrobetrieb verwandelt werden. Kantonsbaumeister Bernhard Mäusli kommt ins Schwärmen, wenn er die künftige Stellung des Gebäudes im Uferpark beschreibt. «Da wird die Post abgehen», sagt er unverblümt. Er denkt an einen möglichen Sommerbadebetrieb, an die Uferpark-Besucher, Velofahrer auf der Veloroute. Da wird die ehemalige Kantine zu einem Hot Spot, zu einem Magnet.

Eine Analyse habe ein Potenzial für einen einfachen gastronomischen Betrieb ergeben. «Nicht direkt wegen Biogen. Die Firma wird eine eigene Kantine haben und mit den Gästen wird man sich eher in Richtung Solothurn orientieren als zum Uferpark hin.» Mäusli zählt auf die Erholungssuchenden, auf die Velofahrer und auf Gäste von ennet der Aare, von Attisholz Nord.

«Wir haben ein Betriebskonzept, und suchen einen geeigneten Pächter, der dieses auf den Punkt bringt.» Denn die Frequenzen dürften wechselhaft sein, im Sommer viel Publikum und im Winter eher weniger. Eine Berechnung ergab beispielsweise, dass maximal an 50 Tagen eine Gartenwirtschaft betrieben werden kann.

Das Gebäude soll für einen Betrieb einer Gartenwirtschaft in Richtung Westen und in Richtung Osten vorbereitet werden. Im Osten liegt die ehemalige Kläranlage, deren künftige Funktion noch nicht ausgearbeitet ist. Ursprünglich war von einem Naturbad die Rede. «Das kommt aber zu teuer.» Aber ein Art Freizeitunterhaltung dürfte dort Platz finden, denn der Kanton will einen Pächter finden, der eventuell die Kläranlage, das heisst, was dort künftig entstehen soll, in Kombination betreibt.

Für den Umbau der ehemaligen Kantine sind 1,5 bis 2 Mio. Franken budgetiert. Im Obergeschoss und im Dachgeschoss sind insgesamt 17 Zimmer vorgesehen. «Wir werden noch nicht alles umbauen, aber die Zimmer könnten als Gästezimmer für die Velotouristen auf der Veloroute dienen.» Im Parterre sind neben der Küche mit Buffet und Kiosk ein Restaurant und ein Eventraum geplant. Alles soll aber sehr einfach gestaltet werden. «Es soll ein einfacher und kein 5-Sterne-Betrieb entstehen», verspricht Mäusli.

Die Arbeiten an der ehemaligen Kantine sollen bis Ende 2018 erledigt werden. Endziel für die Eröffnung ist der Frühling 2019. «Dann hoffen wir alle unsere Verpflichtungen eingelöst zu haben und werden den Uferpark und den neuen Gastrobetrieb mit einem grossen Fest feiern.»