Derendingen
Der Tageshort soll in einem Pavillon realisiert werden

Ansiedlung der Biogen könnte grosse Auswirkungen auf die Gemeinde Derendingen haben.

Nadine Schmid
Drucken
Teilen
An der Eigerstrasse könnte der Pavillon hingestellt werden.

An der Eigerstrasse könnte der Pavillon hingestellt werden.

Hanspeter Bärtschi

Wann der Tageshort öffnet ist unklar. Klar ist aber, dass die Eröffnung weiter nach hinten geschoben werden muss. Der geplante Zeitpunkt im zweiten Semester des Schuljahres 2016/2017 ist nicht realisierbar. Beim Projekt ist der Fokus auf die bauliche Realisierung der Lokalität gerückt. Dazu standen mehrere Varianten zur Auswahl.

Die Errichtung eines Pavillons konnte am meisten überzeugen, weil es sich mit rund 900 000 Franken um eine kostengünstige Variante handelt. Auch würden sich die auf einem Stockwerk verteilten Räumlichkeiten gut für die Nutzung einer Tagesstätte eignen. Die Sanierung des Altbaus an der Eigerstrasse 22 oder die Errichtung eines massiven Neubaus hätten Kosten von rund 1.4 Millionen Franken bedeutet. Bei den beiden Minimalvarianten wäre nur Nötigstes saniert worden und später anfallende Kosten gefolgt.

Wo der Pavillon errichtet werden soll, wird in einem nächsten Schritt geprüft. Infrage kommen neben dem erwähnten Terrain an der Eigerstrasse weitere Grundstücke, die der Gemeinde gehören. Der Gemeinderat bat zudem um einen Mitbericht der Finanzkommission. Auch eine Machbarkeitsstudie zum Pavillon steht noch aus. Voraussichtlich werden die baulichen Massnahmen im kommenden Frühjahr an der Gemeindeversammlung vorgelegt. Davor ist es nicht möglich, da im Winter bereits wichtige Themen gesetzt seien, wie die Top5-Fusion.

Biogen könnte Arbeitsmarkt markant verändern

Die Ansiedlung des Biotech-Unternehmens Biogen auf dem Attisholz-Areal wird nach Gemeindepräsident Kuno Tschumi grosse Auswirkungen auf Derendingen haben. «Es ist ein Quantensprung für unsere Gegend», erklärt er. Dadurch würde Derendingen in die Weltliga hineinrutschen. Zulieferer und andere Firmen würden sich deshalb früher oder später dort ansiedeln, was Änderungen im Arbeitsmarkt mit sich zöge. «Bisher hatten wir immer wieder Abgänge zu verzeichnen, nun gibt es einen Richtungsumschwung», zeigt sich Tschumi erfreut.

Die beiden Einsprachen zur Erschliessung zwischen Kirchgasse West und Sonnenfeldweg wurden vom Gemeinderat einstimmig abgelehnt. Dies entsprach dem Antrag der Bauverwaltung. Die Argumente der Einsprachen hätten gesetzlich kein Gewicht, zudem habe es teilweise auch um Missverständnisse gehandelt.

Per Gesetz muss gegen Mikroverunreinigungen vorgegangen werden. Deshalb wird die ARA künftig neun Franken mehr pro angeschlossenen Anwohner verlangen. Mit dem Ertrag der Beiträge finanziert die ARA Erstinvestitionen zur Reduktion von Mikroverunreinigungen. Die Mehrkosten ergeben für die Gemeinde Derendingen eine jährliche Belastung von rund 55 000 bis 60 000 Franken im Jahr.

Gespräch zum Emmenhof werden gesucht

Beim Gestaltungsplan Emmenhof sind etwas über sechzig Einsprachen eingegangen, die Frist ist seit einigen Tagen zu Ende. Die Bauherren wollen bei der Entwicklung des Dorfes mithelfen und das Gespräch mit den Einsprechern suchen. Das Gespräch ist nach den Sommerferien auf September angesetzt. Der Gemeinderat will auch die Rechtslage zu diesem Projekt prüfen.

Wegen Wegzugs demissionierte Natacha Schaub. Sie fungierte als Ersatzmitglied des Gemeinderats und als Ersatzmitglied der Kommission für Gemeindeentwicklung, des Wahlbüros sowie als Ersatzdelegierte des Zweckverbandes Schulkreis Wasseramt Ost.

Aktuelle Nachrichten