Recherswil

Der Schulraum kann saniert und erweitert werden

Das Primarschulhaus in Recherswil

Das Primarschulhaus in Recherswil

Eine deutliche Mehrheit von knapp 60 Prozent sagt in Recherswil «Ja» zum Sanierungskredit des Schulraums von 4,845 Mio. Franken.

Schon seit längerem ist klar, dass sowohl in der Gemeinde Recherswil, als auch in Obergerlafingen Schulraum fehlt. Die beiden Gemeinden führen eine gemeinsame Schule. Die Gemeinderäte einigten sich darauf, dass die beiden Schulstandorte erhalten bleiben sollen und jede Gemeinde für sich den notwendigen Schulraum schafft und die nötigen Sanierungen durchführt.

Die Planung dauerte beinahe zwei Jahre. Es wurden diverse Varianten diskutiert bis letztlich die jetztige Variante stand und dem Souverän vorgelegt wurde. Der Gemeinderat, die Finanzkommission, Schulvorstand und Schulleitung empfahlen die Vorlage zur Annahme. In den letzten Wochen wurde aber mobil gemacht gegen das Projekt. Die IG Pro Recherswil, deren Hintermänner offiziell nicht bekannt sind, versuchte mit Flyern und Plakataktionen die Annahme der Vorlage zu verhindern.

Auf dem Verbindungstrakt könnten neue Schulräume gebaut werden.

Auf dem Verbindungstrakt könnten neue Schulräume gebaut werden.

Das Ergebnis fiel deutlich aus

Gemeindepräsident Hardy Jäggi zeigte sich in einer ersten Stellungnahme froh, dass das Ergebnis deutlich ausgefallen ist. „Es gab eine grosse schweigende Mehrheit im Dorf und mir war nichtklar, wie diese abstimmt.“ Offensichtlich habe der Gemeinderat seine Ideen und Gedanken doch genügend transparent kommunizieren können, dass die Mehrheit der Stimmberechtigten Ja zum Projekt sagte.

Die FDP Recherswil hatte die Ja-Parole für die Abstimmung herausgegeben. Sie hatte allerdings ein „aber „ mitschwingen lassen. Parteipräsident Jörg Aebischer will deshalb auch in Zukunft kritisch beobachten, wie die Umsetzung geplant wird. Beim Kindergarten sei Handlungsbedarf und es mache Sinn, die Schulräumlichkeiten an einem Ort zusammenzuziehen. „Wir haben aber Angst, dass sowohl in Recherswil als auch in Obergerlafingen zu viel Schulraum geschaffen wird und wir dann plötzlich Überkapazitäten haben.“ Das könne nicht der Sinn sein und würde unnötige Kosten verursachen.

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