Bellach
Der Pavillon muss weichen, damit die Wiese bleiben kann

Der Gemeinderat in Bellach hat die Schlussabrechnung der gebauten Etappe der Strassenbeleuchtung genehmigt. Darüberhinaus wurde über den neuen Modulbau informiert, der anstelle des alten Pavillons entsteht.

Hans Peter Schläfli
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Dieser Pavillon beim Schulhaus 2 muss für neue Klassenräume weichen, damit Wiese und Spielplatz erhalten werden können.

Dieser Pavillon beim Schulhaus 2 muss für neue Klassenräume weichen, damit Wiese und Spielplatz erhalten werden können.

Hans Peter Schäfli

An der Gemeinderatssitzung in Bellach wurde unter anderem darüber informiert, dass die eingesetzte Arbeitsgruppe den Bau neuer Klassenräume an der Stelle bevorzugt, wo jetzt noch der alte Pavillon steht.

Der Bellacher Gemeinderat behandelte zunächst den Antrag eines Einwohners des Quartiers Breitfeld, der zum Schutz des Schulweges im Westen des Dorfes eine Ausweitung des bestehenden Fahrverbotes auf der Selzacherstrasse bis zur Brunnmattstrasse wünschte. In der Diskussion wurde rasch deutlich, dass das Anliegen keine Chance hatte. Der Grundtenor lautete: Die Idee sei gut gemeint, aber die Auswirkungen nicht zu Ende gedacht. «Es ist keine Lösung, ein ganzes Quartier ins Fahrverbot zu legen, das kann auch nicht im Sinne des Strassenverkehrsgesetzes sein», fasste es Bauverwalter Jürg Vifian zusammen. «Es ist besser, wir setzten jetzt das bereits beschlossene Tempo 30 im Quartier durch und betrachten dann die Auswirkungen, welche diese Massnahme auf den Verkehr hat.» Der Gemeinderat folgte der Meinung des Experten und lehnte den Antrag einstimmig ab.

Der Gemeinderat genehmigte danach einstimmig die Abschlussrechnungen für zwei weitere Etappen der Umrüstung der Strassenbeleuchtung auf LED und für den Bau des neuen Kiesfangs beim Haltenbach. Mit Genugtuung wurde zur Kenntnis genommen, das bei beiden Projekten der Budgetrahmen nicht ganz ausgeschöpft werden musste. Auch den «Management Letter» eines privaten Treuhandbüros, der über das Geschäftsjahr 2019 verfasst wurde, nahm der Gemeinderat wohlwollend zur Kenntnis. Ziel ist es, die im Management Letter festgehaltenen Schwächen in der Gemeindeverwaltung laufend zu eliminieren, was in kleinen Schritten auch zu gelingen scheint.

Patrik Müller neuer Gemeinderat

Auf Ende Februar hat Gemeinderat Jürg Gutjahr (SVP) seinen Rücktritt erklärt. Als Ersatz wurde einstimmig Patrik Müller (SVP) gewählt. Von der Fraktion SP/Grüne wird zudem Ersatzgemeinderat Lukas Rätz aus dem Dorf wegziehen.

Zum Abschluss informierte Stefan Mollet über den Stand der Planung für den Bau zusätzlicher Klassenzimmer beim Schulhaus 2. Die Arbeitsgruppe sei nach Absprache mit der Schulleitung zum Schluss gekommen, dass es möglich ist, zuerst den südlichen Pavillon wegzuräumen und danach an derselben Stelle den geplanten, zweistöckigen Modularbau aufzustellen. «So können auch die bisherigen Leitungen weiter gebraucht werden», erklärte Mollet.

«Das bedeutet zwar für die Schule, dass es einen vorübergehenden räumlichen Engpass geben wird, aber das ist lösbar. Der wichtigste Vorteil ist, dass wir den Spielplatz und die wertvolle Grünfläche im Süden des Schulhauses weiterhin für die Kinder erhalten können.» Bereits im August sollen die neuen Schulräume fertig werden und diese könnten später bei Bedarf um ein oder maximal zwei weitere Stockwerke erweitert werden.

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