Eine schwarze Null konnte Gemeindepräsident Beat Gattlen an seiner ersten Gemeindeversammlung vertreten. Christian Stephani (Ressort Finanzen) erklärte das Budget 2018 mit einem Ertrag von 3,3 Mio. Franken und einem Ertragsüberschuss von 3450 Franken. Dies bei gleichbleibendem Steuerfuss von 120 Prozent.

Er zeigte auf, dass allein Bildung und Soziales 85 Prozent der Ausgaben verschlingen. Um 100'000 Franken höher budgetiert wurden die Steuereinnahmen. Dies aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung und von Neuzuzügern. Mit 70'000 Franken weniger Ertrag wird hingegen bei den Steuereinnahmen aus früheren Jahren gerechnet, weil der Vorbezug neu zu 100 Prozent erfolgt. Unter Position «Allgemeine Verwaltung» verursachen eine angepasste IT-Infrastruktur und eine digitale Arbeitsplattform für die Verwaltung und den Gemeinderat Ausgaben von 17'000 Franken.

In den Spezialfinanzierungen können die budgetierten Aufwandüberschüsse bei der Wasserversorgung und der Abfallbeseitigung dem Eigenkapital belastet werden. Die Abwasserbeseitigung weist ein Plus von 11'300 Franken auf.

Sämtliche Investitionen bewilligt

Die Investitionen belaufen sich auf 137'000 Franken. Der Anteil für das vorgesehene moderne Mehrzweckfahrzeug für die Feuerwehr verschlingt 20'000 Franken. Es ersetzt das 25-jährige Atemschutzfahrzeug. 10'000 Franken sind für die Sanierungsplanung der Kantonsstrasse gerechnet. Für 27'000 Franken soll die Gebäudehülle des Spritzenhauses saniert werden, in welchem der Schneepflug, Kies und Salz sowie Material des Brunnenmeisters gelagert sind. Die Umrüstung der verbleibenden 98 Strassenlampen durch LED-Leuchten schlägt mit 80'000 Franken zu Buche. Der Selbstfinanzierungsgrad über den gesamten Haushalt gesehen beträgt 97 Prozent. Laut Gemeindepräsident ist in den Jahren 2019 und 2020 mit grossen Investitionen – Hauptstrasse und Hochwasserschutz – zu rechnen. Wie lange der Steuerfuss von 120 Prozent beibehalten werden könne, sei fraglich. Einstimmig hiessen die 29 Stimmberechtigten das Budget gut.

HOEK mit Delegiertensystem

Mit zwei Enthaltungen genehmigte der Souverän die neuen Statuten des Zweckverbandes «Kreisschule HOEK». Daniela Gilgen (Ressort Schule) informierte über die wichtigsten Änderungen. Demnach haben sich die drei Anschlussgemeinden Halten-Oekingen-Kriegstetten  für das Delegiertensystem (bis anhin Schulgemeindeversammlung) entschieden. Je 5 der 17 Delegierten stellen Halten und Oekingen, 7 Kriegstetten. Im Weiteren hiess die Versammlung einstimmig den Beitritt zum Zweckverband Bevölkerungs- und Zivilschutz Aare Süd gut.

Ein Votant machte den Vorschlag, auf der Dorfwiese die Parkplätze zu bewirtschaften, was vom Gemeinderat geprüft wird. Beat Gattlen machte auf das Museum Wasseramt, Turm in Halten, aufmerksam. Dort wird an Pfingsten mit dem «Spycherfescht» die neue Ausstellung in den Speichern eröffnet.