Oberdorf

Der Neubau ist gleich teuer wie die Sanierung des Reservoirs

Das Reservoir Webernhüsli entspricht nicht mehr den heutigen Vorschriften.

Das Reservoir Webernhüsli entspricht nicht mehr den heutigen Vorschriften.

Das Reservoir Webernhüsli in Oberdorf soll ersetzt werden. Die Kosten belaufen sich auf rund 1,5 Mio. Franken.

Das Reservoir Webernhüsli soll nicht saniert, sondern komplett neu gebaut werden. Der Gemeinderat Oberdorf folgte mit seinem Entscheid dem Antrag der Werkkommission. Der Kredit von 150000, der im Budget 2020 enthalten ist, soll demzufolge in die Planung eines Neubaus investiert werden. In einem Vorprojekt wurden Vor- und Nachteile von Sanierung und Neubau einander gegenübergestellt. Das Fazit: Die Kosten sind mit rund 1,5 Mio. Franken praktisch gleich hoch. Bei der Sanierung bestünden aber viele Unsicherheiten, zudem bleibt ein Grossteil des 52-jährigen Baus stehen.

700 anstatt 250 Kubikmeter Brauch- und Löschwasser

Das Reservoir Webernhüsli wurde 1968 erstellt. Es fasst heute 150 Kubikmeter Brauchwasser und 100 Kubikmeter Löschwasser. Diese Kapazität ist nicht mehr genügend. Nötig wären neu 500 Kubikmeter Brauchwasser und 200 Kubikmeter Löschwasser. Dazu kommt, dass die Hygiene im Reservoir durch die Solothurnische Gebäudeversicherung (SGV) beanstandet wurde. Laut Vorprojekt finden sich grossflächige schimmelähnliche Ablagerungen am Boden des Reservoirs. Zudem würden sich im Rohrkeller nasse Stellen finden, und der Einstieg in die Wasserkammer entspreche nicht mehr dem heutigen Stand der Technik. Dasselbe lasse sich von der Gebäudefront, die mit Glasbausteinen ausgeführt wurde, sagen. Zudem sei nicht sicher, ob die Gebäudehülle noch dicht ist.

Damit die geforderten total 700 Kubikmeter Wasser gespeichert werden könnten, müsste der Wasserspiegel im Reservoir um fast 6,5 Meter erhöht werden. Zusätzlich müsste ein Nebenbehälter gebaut werden. Das wiederum heisst, dass sich das Gebäude nicht mehr wie heute in das Gelände einfügen würde. Statische Untersuchungen wären zwingend, da nicht sicher ist, ob der heutige Bau die zusätzliche Masse auch tatsächlich fassen könnte. Während der Bauzeit müsste zudem ein Provisorium erstellt werden.

Bei einem Neubau würden zwei gleich grosse Wasserkammern mit je 350 Kubikmeter erstellt. Es müssten keine Kompromisse geschlossen werden, um die alte und die neue Bausubstanz zusammenzubringen. Das alte Reservoir könnte bis zum Bau des neuen genutzt werden. Mit einem neuen Reservoir wäre es einfach, sich enger mit der Wasserversorgung Lommiswil zu verbinden. Die Werkkommission hofft, dass 2020 mit den Arbeiten begonnen werden kann. Die Umsetzung wäre dann bis Ende 2022 möglich.

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