Zum Abschluss wollen sie es nochmals richtig krachen lassen. Werner und Edith Isch und Schwiegersohn Bernhard Wyss sind an den Vorarbeiten für den 20. und letzten «Wiehnachtsmäret» in Aetigkofen. Das legendäre Molkebad wird nochmals eingeheizt, und am Samstagabend sind die Ländlergiele
Hubustei zu Gast.

Der Markt ist Jahr für Jahr gewachsen. 35 Aussteller waren es beim ersten Mal. Schon bald drang sein Ruf über die Kantons- und dann gar über die Landesgrenzen hinaus. «Vor 20 Jahren hatten wir fast den einzigen Weihnachtsmarkt in der Region», so Werner Isch. Heute sei dies anders, und es habe sich eine gewisse Übersättigung ergeben. Das ist allerdings nicht der Grund, wieso der Markt zum letzten Mal durchgeführt wird. «Viele unserer Helfer sind seit Anfang an dabei. Jedes Jahr opfern sie unzählige Stunden für den Auf- und Abbau», so Isch.

Einige seien in der Zwischenzeit im Pensionsalter und, wie das bei Pensionären so sei, vielfach engagiert. Zudem habe immer die gesamte Familie mitgeholfen, ebenso die Lehrlinge in den Familienbetrieben.

Nun sei es einfach genug. «Eigentlich wollten wir schon vor drei Jahren aufhören, aber meine Frau fand, bis zur 20. Mal müssten wir weitermachen.» Im Januar gebe es eine grosse Abschiedssause für alle Helferinnen und Helfer.

Vieles selbst angeschafft

Viele Aussteller in Aetigkofen sind seit Jahren mit dabei. Sie schätzen, so Werner Isch, die spezielle Atmosphäre. Doris Schäfer (Porzellan) und Elke Feldmann (Weihnachtsdekorationen sowie Fantasie- und Fabelwesen) machen den 20. Markt mit. «Und Erika Rudolf von Rohr ist mit ihren selbst gestrickten Sachen auch zum 18. oder 19. Mal hier», weiss Edith Isch. «Wir verlangen immer noch die gleichen Standgebühren, wie vor 20 Jahren.» Sonst könnten viele der Aussteller, die ihre Erzeugnisse meist als Hobby herstellen, den Stand gar nicht finanzieren. Geschätzt werde auch, dass die Aussteller beim Aufstellen der Marktstände nicht mithelfen müssen.

Seit dem ersten «Wiehnachtsmäret» helfen auch die Bucheggberger Vereine vor allem in der Gastronomie mit. «So verdienen sie etwas für ihre Vereinskasse.» Das Verpflegungskonzept bleibt auch heuer praktisch unverändert: Hamme, Kartoffelsalat, Suure Mocke, Knöpfli, Chäsbrägu, Hamburger, Raclette, Kürbissuppe, Pizza, Fondue oder Waffeln sind im Angebot. Dazu kommt natürlich der Stand mit Glühwein.

In der letzten Ausgabe werden 75 Aussteller ihre Waren feilbieten. Sie verteilen sich auf den Bauernkeller, den Gemüsetunnel, die Holzhäuschen-Stände, den grossen Keller, den Tunneleingang und auf diverse Aussenstände. Wie jedes Jahr ist zudem der Samichlaus präsent und für die Kleinen gibt es einen Spezialspielplatz mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen.

Hoffen auf Schnee

Bekannt ist der «Buechibärger Wiehnachtsmäret» auch wegen seiner Dekorationen, die inmitten der mächtigen Bauernhäuser speziell wirken. «Heuer holen wir den grossen Schlitten nochmals hervor», verspricht Werner Isch. Nun fehle nur noch der Schnee. «Wir hätten es gerne leicht überzuckert», lacht Isch. «Und gefroren, damit das Parkieren einfacher geht», ergänzt Bernhard Wyss.

Buechibärger Wiehnachtsmäret , Donnerstag, 1. Dez., 16–22 Uhr, ab 19.30 Uhr Steelband Lyss; Freitag, 2. Dez., 16–22 Uhr, ab 19 Uhr Pan mit Charme; Samstag, 3. Dez., 14–21 Uhr, ab 16 Uhr Ländlergiele Hubustei; Sonntag, 4. Dez., 11–18 Uhr.