Gerlafingen

Der Lehrgang im Stahlwerk zeigt: Schrott ist nicht gleich Schrott

Die Vertreter der Zulieferfirmen erleben beim Rundgang durch das Stahlwerk auch den Walzprozess.

Die Stahl Gerlafingen AG lädt seit vielen Jahren Vertreter von Zulieferfirmen zu Kursen ein und erklärt die Arbeitsweise im Werk.

Je besser die Qualität des Schrottes ist, der Stahl Gerlafingen geliefert wird, desto besser läuft die Stahlproduktion. Aus diesem Grund bietet Stahl Gerlafingen schon seit 20 Jahren Kurse an, in denen den Zulieferern die Betriebsabläufe erklärt werden. «Wir wollen in unseren Kursen nicht dozieren. Wir wollen uns mit den Leuten unserer Zulieferfirmen austauschen und wir versuchen, das so praxisorientiert wie möglich zu machen», erklärt Christoph Zeltner (Leiter Verbesserungsmanagement Stahl Gerlafingen AG).

Das Stahlwerk setzt damit um, was der Bund seit Neustem ebenfalls fordert. Denn Stahl ist eines der Produkte, dass sich optimal zur Wiederverwendung eignet. Der Bund fordert darum die Stahlwerke dazu auf, eine proaktive Rolle einzunehmen und klar und rechtzeitig zu kommunizieren, was gewünscht ist.

30 Personen nahmen diese Woche an einem Kurs im Stahlwerk teil. Der Fokus lag auf der Stahlschrottqualität, die zentral ist für ein nachhaltiges Stahlschrottrecycling. Die Verantwortlichen von Stahl Gerlafingen erklärten die Anforderungen für die verschiedenen Schrottsorten und erarbeiten mit den Teilnehmenden, was von der Sammelstelle, über die Schrottaufbereiter bis ins Stahlwerk gemacht werden muss, damit das Recycling optimal klappt.

Je reiner der Stahlschrott, desto geringer das Schlackenaufkommen, der Energiebedarf und die CO2-Emissionen. Selbstverständlich wurden die Kursteilnehmer auch durch das Stahl- und Walzwerk geführt, wo sie sehen konnten, was mit dem Material passiert, das sie anliefern.

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