Langendorf
Der katholische Kirchenchor feierte mit seinen Alt- und Ehrenmitgliedern

Der Anlass mit Alt- und Ehrenmitgliedern findet nur alle zwei Jahre statt. Präsidentin Katrin Flury betonte in ihrer Ansprache das Zusammenspiel verschiedener Persönlichkeiten und Generationen, welche die inzwischen sechzigjährige Geschichte des Chores prägen.

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Von links: Gründungsmitglieder Hans Meyer, Hanny Meyer und Erich Hafner.

Von links: Gründungsmitglieder Hans Meyer, Hanny Meyer und Erich Hafner.

ZVG

Die Energie und Begeisterung aus den Anfängen klinge bis heute nach, so Flury. Während sechzig Jahren miterlebt hat dies Hanny Meyer, letztes aktives Gründungsmitglied. Sie erinnert sich und erzählt, dass immer eine gute Stimmung geherrscht habe. «Es hat im Chor nie Grüppchenbildung gegeben, was viel zum positiven Klima beitrug», so Meyer. Früher sei die Gemeinschaft zwar noch anders gepflegt worden, aber es sei auch jetzt immer gemütlich. Mit Hans Meyer, während 26 Jahren Präsident und heute Ehrenpräsident, war ein weiteres Gründungsmitglied anwesend.

Verändertes Liedgut

Erich Hafner, ebenfalls Mitbegründer des Chores und erster Dirigent vom Gründungsjahr 1959 bis 1990, stellt vor allem musikalisch Veränderungen im Laufe der Zeit fest. Während in der ersten Zeit fast nur Lieder in Latein gesungen wurden, hielten bereits in den sechziger Jahren erste deutsche Liedtexte Einzug in das Repertoire. Für den Chor seien weltliche Lieder allerdings immer Teil der Proben gewesen, so Hafner. «In den Proben sind früher gewöhnlich bis zur Pause kirchliche Lieder, danach weltliches Liedgut gesungen worden.» Auch er betont den hohen Stellenwert der Pflege der Gemeinschaft. Nach der Probe sei man regelmässig in ein Restaurant gegangen. «Oft sangen wir dann noch weiter im Restaurant», fügt Hafner an. Und wenn es halt nach «Beizenschluss» noch zu früh gewesen ist für den Heimweg, sei man noch zum Kaffee bei einem Chormitglied zu Hause eingekehrt.

Ganz in diesem Sinne sangen die Chormitglieder einige weltliche Lieder und sorgten für Stimmung im Pfarrsaal. Pfarreileiter Gilbert Schuppli fügte an, dass durch den Chor auch tiefe Kameradschaften entstanden seien und sich in den Erzählungen widerspiegeln. Was heute entstanden ist, sei den Gründern zu verdanken. Mit Blick in die Zukunft zeigte sich Schuppli für den Chor zuversichtlich. Mit Kreativität und innovativen Ideen würden die Zeichen der Zeit erfasst.