Schon vor zwei Jahren, bei der ersten Präsentation der Ortsplanungsrevision, erschienen Einzonungen in der Gemeinde schwierig. Nach der Mitwirkung durch die Bevölkerung und der Vorprüfung durch den Kanton bewahrheitet sich die damalige Einschätzung des Planers Alain Kunz.

Der 30-seitige Vorprüfungsbericht des Kantons verhiess nichts Gutes. «Es wird auf viele formale Fehler hingewiesen», beruhigte Pia Ringenbach, Präsidentin der Ortsplanungs-Kommission (Opla) den Gemeinderat. Es gab aber auch einzelne relevante Punkte, zu denen die Kommission Empfehlungen abgebe, die nun vom Rat diskutiert werden sollten. Diese Punkte betrafen vor allem Einzonungsbegehren der Gemeinde. Und Ringenbach schickte noch voraus, dass bei Einzonungen Bedingungen erfüllt sein müssen, wie ein Bedarfsnachweis und eine Kompensation. Zudem müsse die Einzonung recht- und zweckmässig sein, etwa in Bezug auf die Entfernung zum öffentlichen Verkehr, oder dass Land nicht weiter zersiedelt wird.

Neue Situation im Attisholz

Ein wichtiger Punkt ist das Gebiet Attisholz Nord. «Wir dachten, dass in diesem Gebiet Auszonungen möglich werden, als Kompensation für Einzonungen», begann Alain Kunz. Mit dem Verkauf des Areals an die Immobilienfirma Halter AG hat sich die Ausgangslage verändert. «Wir müssen hier abwarten», so das Fazit. Marcel Eheim machte beliebt, Kanton und Investor darauf hinzuweisen, dass die Gemeinde auf Kompensationen angewiesen sei. «Dann müssten wir das Land kaufen», so Gemeindepräsident Jasmine Huber.

Ein anderer Hotspot ist das Gebiet Stöcklimatt. Oberhalb der sogenannten Solarhäusersiedlung will die Gemeinde einzonen. Der Kanton ist nicht abgeneigt, aber das Areal müsse dichter bebaut werden. Der Vorschlag der Opla, pro Bau drei Wohneinheiten und für jede Wohneinheit maximal 400 Quadratmeter Land zu rechnen, wurde vom Gemeinderat angenommen. Die andere von der Gemeinde gewünschte Einzonung im Areal Stöcklimatt hingegen findet beim Kanton kein Gehör. Dort hat die Gemeinde bereits eine Erschliessung gebaut. «Für den Kanton ist diese Vorleistung aber kein Grund, das Gebiet einzuzonen. Die Einzonung sei nicht recht- und zweckmässig», sagte Alain Kunz. Der Gemeinderat beharrte mit 4 zu drei Stimmen aber auf dieser Einzonung. Die Nachprüfung wird zeigen, was möglich sein wird.

Mehr Platz für den FC

Eine längere Diskussion ergab sich wegen den Fussballfeldern. Neben dem Hauptfeld befindet sich auf der gegenüberliegenden Strassenseite der Trainingsplatz (der ursprüngliche Fussballplatz) in der Reservezone, der eingezont werden soll. Zudem will die Gemeinde den Acker nördlich des Hauptplatzes ebenfalls einzonen. Hier dürfen bei einer Einzonung aber keine Hochbauten entstehen. Alles soll in die Zone öffentliche Bauten überführt werden. Was vielleicht von Seiten des Kantons noch möglich ist, könnte von den Grundbesitzern erschwert werden, wegen deren Erwartungen, was den Landpreis betrifft. Der Gemeinderat will aber die Maximalvariante, also alle Landteile in die öffentliche Zone überführen, weiterverfolgen und setzt auf Gespräche mit den Landbesitzern.

Weitere Punkte betrafen den Langsamverkehr, für den einzelne Strassenabschnitte frei gegeben werden sollen. Hingegen ist der erwünschte Fussweg als Fortsetzung der Burgstrasse unterhalb des Wallierhofes bei betroffenen Grundbesitzern nicht erwünscht. Die Idee muss fallengelassen werden.

Die Ortsplanungsrevision geht nun zur Nachprüfung beim Kanton. Darauf folgt die Auflage.