In Luterbach war die kleine Gruppe um Chorleiter Beat Flury ganz besonders gefordert, von den 18 Jodlern fehlten nicht weniger als deren vier infolge Krankheit. Anstatt das Konzert kurzfristig abzusagen, legten die 14 verbleibenden Jodler sich doppelt ins Zeug – und das kam gut. Auch das Doppelduett Loosli-Wenger, Ursula Kühni, an der Orgel begleite durch Heinz Trachsel, Wynau, wusste gut zu gefallen.

Nach dem Eröffnungslied Z’Alp, durch die Bärgblüemler, komponiert vom legendären Robert Fellmann, war der Abend so richtig lanciert. Der Strauss bunter Jodellieder mit Werken von Paul Meyer, Jost Marty, Emil Herzog und Ferdinand Krayenbühl forderte von der kleinen Jodlergruppe einiges ab. Der Komponist Krayenbühl, der Sohn eines Arztes aus Amriswil, brachte eine vielseitige Ausbildung hinter sich. Nach einer KV- Lehre, wechselte er zu seinem Onkel und absolvierte eine Lehre als Strohbleicher. Zur Musik kam er erst viel später.

Mit dem Zweiakter «Mit Tourischte esch alles andersch» wurde aufgezeigt, wie Heiner Baggenstoss, ein Bauer der lieber in der Calyso Bar sitzt, als auf dem Hof seine Arbeit zu verrichten, langsam aber sicher auf die schiefe Bahn gerät. Drei als gestohlen gemeldete Kühe kommen wieder zum Vorschein. Ein Versicherungsbetrug in Vollendung.

Zum Abschluss des Abends wurde Präsident Ueli Mühlemann unter grossem Applaus für seine grossen Verdienste für den Jodlerklub zum Ehrenmitglied ernannt.