Biberist

Der «Heimetblick» möchte schon 2020 mit dem Neubau anfangen

Das Altersheim "Heimetblick" muss seinen Altbau ersetzen.

Das Altersheim "Heimetblick" muss seinen Altbau ersetzen.

Weil der Altbau des Alters- und Pflegeheimes Heimetblick nicht mehr den heute geltenden Vorschriften entspricht, muss er ersetzt werden.

Die Stiftung Alters- und Pflegeheim Heimetblick Biberist führt heute eine Demenzabteilung mit 40 Plätzen und eine Wohngruppe mit 20 Plätzen. Die Betriebsbewilligung für die Demenzabteilung wurde von den kantonalen Behörden nur noch provisorisch erteilt und der Stiftungsrat aufgefordert, den Altbautrakt zu ersetzen. So wurde vor drei Jahren mit der Planung eines Ersatzneubaus begonnen. In der Zwischenzeit ist die Planung so weit gediehen, dass der Gestaltungsplan mit Sonderbauvorschriften aufgelegt werden kann. Vor der Auflage hat die Gemeinde zu einer Informationsveranstaltung eingeladen.

Hanglage hat Einfluss auf den Neubau

Das Alters- und Pflegeheim Heimetblick liegt leicht erhöht am Siedlungsrand der Gemeinde und grenzt an die Landwirtschaftszone an. Ziel der Planung war es, den Neubau einerseits in die Topografie einzubetten, andererseits aber auch ihn optimal an die bestehenden Bauten anzubinden und künftig optimale Betriebsabläufe zu ermöglichen.
Der Neubau wird hangabwärts dreigeschossig konzipiert. Die Höhe ist auf maximal 10,5 Meter festgelegt. Bergwärts erscheint der Bau zweigeschossig. Vorgesehen sind ein Flachdach und eine vertikal gegliederte Holzfassade. Der Neubau wird mit einem eingeschossigen Verbindungsbau an das bestehende Gebäude angeschlossen. Dieser Verbindungsbau ist gleichzeitig auch das öffentliche Zentrum des Heimes mit Eingang und Cafeteria. Es ist zudem geplant die heutige Ölheizung durch eine umweltfreundlichere Heizung zu ersetzen und eine Photovoltaik-Anlage zu installieren.

Die Anzahl der Heimplätze wird sich mit dem Neubau nicht verändert. Der Stiftungsrat rechnet deshalb auch nicht damit, dass es Mehrfahrten gibt durch das Personal oder von Besuchern. Aus diesem Grund wird die Parkierung auch weiterhin oberirdisch angeordnet. Laut Sonderbauvorschriften kann eine unterirdische Parkierung auch nachträglich erstellt werden. Zudem wird ein durchgehender Fuss- und Radweg zwischen der Dufour- und der Bromeggstrasse angelegt. Der heute bestehende Weg wird von der Stiftung zwar geduldet, ist aber nicht im Erschliessungsplan der Gemeinde verzeichnet. Neu wird er mittels einer Dienstbarkeit aufgenommen.

Baubeginn könnte schon im Mai 2020 sein

Den Sonderbauvorschriften ist zu entnehmen, dass die Grünbereiche rund um den «Heimetblick» ein wichtiger Bestandteil im Heimleben und ein wichtiger Aufenthaltsort für die Betagten sind. Die bestehenden Baumgruppen sind falls möglich zu erhalten und/oder mit einheimischen Bäumen zu ergänzen. Rund um das Heim soll ein Wegsystem angelegt werden, das als Rundweg konzipiert ist und keine Stufen oder steile Rampen aufweisen sollte. Dazu kommen Sitzbänke und ein Brunnen.

An der Informationsveranstaltung wurde nach dem Zeithorizont gefragt. Kurt Wyss (Brügger Architekten AG, Thun) ) und Heinz Schürch (Stiftungsrat «Heimetblick») hoffen, dass der Gestaltungsplan im Herbst aufgelegt werden kann. Sobald dieser vom Regierungsrat genehmigt ist, soll das Baugesuch folgen. Die Planung sei schon sehr weit fortgeschritten. Wenn alles gut laufe, könnte man im Mai 2020 mit dem Neubau beginnen. Erst wenn dieser erstellt und alle Bewohner umgezogen sind, wird der Altbau abgebrochen. Wyss und Schürch versicherten zudem, dass man sich bei den Bauarbeiten an die vorgeschriebenen Ruhezeiten halten werde. «Das sind wir auch unseren Bewohnern schuldig.»

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