Biberist

Der Handharmonika Club spielte sich von Höhepunkt zu Höhepunkt

Die beiden Vereine mit dem Dirigenten Ingolf Schneider.

Die beiden Vereine mit dem Dirigenten Ingolf Schneider.

Die Einheimischen und die Deutschen Akkordeonisten spielten zu Ehren von des Schweizer Komponisten und Dirigenten Richard Flury.

Der Handharmonika Club Biberist (HCB) gedachte in gemeinsamer Organisation mit der Kulturkommission in einem speziellen Konzert an den vor 50 Jahren verstorbenen Komponisten Richard Flury. «Er war durch und durch ein Biberister, sagte Ulrich Lips, Präsident der Richard-Flury-Stiftung über den Musiklehrer, Dirigenten und Komponisten. Nur wenige Meter von der Biberena entfernt sei er im ehemaligen Restaurant Emmenbrücke aufgewachsen, und er habe eigentlich das ganze Leben in Biberist verbracht. Daher sei es besonders schön, dass sich die Biberister Vereine seiner Werke annähmen. Richard Flury selber schrieb über seine Kinderjahre: «Schon in meiner frühesten Jugend war ich im Elternhaus von begeisterten Musikanten, Sängern und Dirigenten umgeben.»

Der HCB unter der Dirigentin Doris Brügger schaffte mit den unverkennbar pikanten und romantischen Melodien des Potpourris «Die Lustige Witwe» Bezug zum Biberister Musiker, war dieser doch mit Franz Léhar befreundet. Mit dem Richard-Flury-Werk, «Kleine Suite für Schülerorchester», das nur gerade einen Monat vor seinem Tod entstand, erfreute der Verein die Anwesenden. Doris Brügger hat die Komposition, bestehend aus Choral, Gavotte, Schlaflied und Ländler für das Handharmonika-Orchester komplett neu arrangiert. Je eine Partitur übergab Daniel Schüpbach, Präsident des HCB, an Ulrich Lips, Gemeindepräsident Martin Blaser, Marianne Westermeier, Präsidentin der Kulturkommission sowie an die Zentralbibliothek.

Rüsselsheim-Hassloch in Form

Für das Konzert hatte der HCB den Handharmonika- und Akkordeon-Club Rüsselsheim-Hassloch (HAC) zum Aufspielen eingeladen. Die jahrelange Freundschaft der beiden Vereine geht aus einer Ferienbekanntschaft einzelner Spieler hervor. Als dann der HAC wenig später Auslandgelüste hegte, organisierte der HCB kurzerhand den ersten Aufenthalt in der Schweiz. «Die Chemie stimmte von Anfang an», sagte Daniel Schüpbach. Seither seien beidseitige Besuche nicht mehr wegzudenken.

Ein Leichtes war es für die Rüsselsheimer unter ihrem Dirigenten Ingolf Schneider, das Publikum in Hochstimmung zu versetzen. In ihrem Gepäck hatten sie nämlich nicht nur fesselnde Stücke, gespielt mit überzeugender Präzision und Dynamik, sondern auch das talentierte singende Geschwisterpaar Martina und Robert Zaske. Mit «Gabriellas Song» gewann Martina Zaske das Publikum im Nu für sich. Gemeinsam begeisterten die Geschwister – begleitet vom HAC – in «The Time Of My Live», «L.O.V.E.» und im «Abba-Medley». Das Orchester zeigte mit «Africa» von Toto, dass mit dem Akkordeon auch rockige Klänge überzeugend tönen.

Das Schlussbild auf der Biberena-Bühne wirkte und klang überwältigend. Die 40 Musizierenden beider Vereine fesselten das Publikum nochmals mit «Swiss Ska», «A Night Like This» und «Summer Of 69». Tosender, stehender Applaus, begleitet von Bravorufen, belohnte die beiden Clubs.

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