Derendingen
Der Goldfund in der Emme war ein 1. April-Scherz

Derendingen muss keinen Goldgräberboom befürchten. Die Nachricht über den Fund von Goldnuggets war reine Fantasie und ein 1. April-Scherz.

Rahel Meier
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Doch keine Goldnuggets in der Emme
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Bernardo Albisetti stellte tatsächlich offizielle Schürfbewilligungen aus. Diese sind allerdings nur für den 1. April 2019 gültig.
Goldflitterchen, wie hier im Bild, lassen sich beispielsweise in der Siggern finden.

Doch keine Goldnuggets in der Emme

Michel Lüthi/bilderwerft.ch

Derendingens Gemeindepräsident Kuno Tschumi hätte das Gold aus der Emme gerne für sich und seine Gemeinde beansprucht. Aber leider war die Schlagzeile über den Goldfund nur ein 1. April-Scherz. Offensichtlich war er aber doch so gut gemacht, dass am Montagmorgen die Telefonleitungen in der Gemeindeverwaltung in Derendingen heiss liefen, weil Interessierte wissen wollten, ob tatsächlich Schürfbewilligungen ausgestellt werden, oder ob es sich um einen Scherz handelt. So fanden sich um 11.30 Uhr nicht nur Bernardo Albisetti (Departementssekretär Bau- und Justizdepartement Kanton Solothurn), Gabriel Zenklusen (Abteilungsleiter Wasserbau, Amt für Umwelt), Kuno Tschumi mit seinem Hund Leo und Balz Bruder (Chefredaktor dieser Zeitung) zu einem Apéro ein, sondern auch noch einige wenige Personen, die sich ein Schürfrecht sichern wollten.

Echte Bewilligungen

Auch wenn sie einem 1. April-Scherz aufgesessen sind, durften sie doch etwas mit nach Hause nehmen. Bernardo Albisetti stellte vor Ort tatsächlich Schürfbewilligungen für die Emme in Biberist aus. Allerdings ist ihre Gültigkeit auf den 1. April 2019 beschränkt. Er klärte die Goldsucher zudem über ihre Rechte und Pflichten auf. «Da kann ich wenigstens etwas vorzeigen, wenn ich schon auf den Scherz hereingefallen bin», meinte eine Anwesende, die es mit Humor nahm und sich freute, dass sie zudem einen goldenen Osterhasen mit nach Hause nehmen durfte.

Gleich mit einer Schaufel rückte SVP-Kantonsrat Rémy Wyssmann an. Und der Biberister Gemeindepräsident Stefan Hug-Portmann liess es sich ebenfalls nicht nehmen, kurz vorbeizukommen und anzumelden, dass auch Biberist Anrecht auf etwas Gold habe, das „ja schliesslich bei uns auch vorbeigeschwemmt wurde.» Sein Namensvetter aus Zuchwil hatte sich bereits vorher telefonisch bei Kuno Tschumi gemeldet und versucht über die Gemeindegrenzen zu verhandeln und so etwas vom Goldsegen auch für Zuchwil abzuzweigen.

Spass beiseite. Die Redaktion bedankt sich bei allen, die bei der Realisierung für den 1. April-Scherz mitgeholfen haben und entschuldigt sich bei denjenigen, die hereingefallen sind.

Nicht gelogen ist, dass man im Kanton Solothurn tatsächlich Gold finden kann. So werden beispielsweise in der Siggern immer wieder Goldflitterchen gefunden. Wie es der Name sagt, handelt es sich dabei aber nicht um Nuggets, sondern nur um Kleinststeilchen.