Drei Höfe

«Der Geschmack der Leute ist nicht vorhersehbar»

Georg Schmid zusammen mit den ausstellenden Markus Weiss, Irene Aregger und Daniel Infanger (v. l.).

Georg Schmid zusammen mit den ausstellenden Markus Weiss, Irene Aregger und Daniel Infanger (v. l.).

Bereits läuft im NäijereHuus die erste Ausstellung im neuen Jahr. Die Galerie im äusseren Wasseramt ist Treffpunkt der Kunstinteressierten.

Wirklich entscheiden, fragt man Georg Schmid nach dem diesjährigen Highlight, kann – oder will er sich nicht. «Schreiben Sie einfach – alle.» Schmid geht nun in sein viertes Jahr als Leiter der Galerie NäijereHus in Hersiwil, die er vom früheren Leiter Otto Bitterli übernommen hatte.

Nach wie vor steht der Stiftungsrat mit sieben Mitgliedern an der Spitze der Organisation. Präsident ist Schmid. Die Ausstellungen und Anlässe organisiert ein Team mit fünf Personen, an der Spitze steht ebenfalls Georg Schmid. Kurz gesagt, Schmid ist Dreh- und Angelpunkt der Galerie.

«Das schönste ist der Kontakt mit Künstlerinnen, Künstlern und Publikum. Ich leide sicher nicht unter einer Vereinsamung», sagt der 67-Jährige. Bei der Programmation kann er auf einen Stock von Künstlerinnen und Künstlern zählen, den er noch von seinem Vorgänger geerbt hat. Zudem erhält er auch immer wieder neue Anfragen.

Das Interesse an den Ausstellungen und Anlässen im NäijereHus habe sich in den letzten Jahren gleichmässig entwickelt. «Im 2016 zählte ich 1200 Besucherinnen und Besucher an den Ausstellungen.» Zu den zahlreichen Lesungen und Konzerten kommen zusätzlich jeweils zwischen 30 bis 80 Besucher.

«Es ist nie ganz sicher, wie viele Leute man ansprechen kann.» Es gebe Anlässe, die floppen, und er nicht wisse, warum diese floppen. Umgekehrt stellen sich nie erwartete Erfolge ein. «Man weiss nie, ob man den Geschmack der Leute trifft.»

«Mal über den Hag schauen»

Finanziell komme die Galerie am äussersten Rand des Wasseramtes gut über die Runden. «Dank der Unterstützung durch den Kanton.» Vom Lotteriefonds erhalte die Galerie einen Projektbeitrag sowie eine Defizitgarantie. Hinzu kommt der Ertrag aus den Verkäufen von Bildern in der Galerie.

Georg Schmid setzt auf Ausstellungen mit regionalen Künstlerinnen und Künstlern. Zwischendurch erhalten aber überregionale Künstler eine Plattform. «Man muss manchmal über den Gartenhag hinaus schauen.» Das lohne sich auch für die Regionalen.

Bisheriges Highlight seien zwei Ausstellungen im Frühjahr 2016 gewesen, als jeweils ältere und jüngere Künstlerinnen und Künstler gemeinsam ausstellten. «Und das Konzert am Muttertag mit Adalbert Roetschi, Marianna Lüscher und Renée Maria Bellafante.»

Letztere werden auch den Muttertagsanlass in diesem Jahr bestreiten.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1