Wie weiter mit den Kindergarten- und Schulräumen? Darüber diskutierte der Gemeinderat am Donnerstagabend, nachdem er die Bevölkerung bereits Ende Mai über die möglichen Varianten informiert hatte. Fest steht, dass das Kindergartengebäude Im Winkel in keinem guten Zustand mehr ist und dort – wie auch im Schulhaus – der Platz fehlt.

Würde man den bestehenden Kindergarten Im Winkel sanieren und zum Doppelkindergarten ausbauen, käme dies auf rund 1,6 Millionen Franken zu stehen. Genau gleich viel würde der Neubau eines Doppelkindergartens kosten – zudem könnte man diesen direkt auf dem gemeindeeigenen Land hinter dem Schulhaus errichten.

Bereits an der Infoveranstaltung sei die Ansicht des Gemeinderates unterstützt worden, nämlich dass das Verhältnis von Kosten und Nutzen eindeutig für den energetisch dann zeitgemässen Neubau spreche. Zudem würde die Lehrerschaft es sehr begrüssen, wenn der Kindergarten in die Nähe des Schulhauses ziehen würde. Dort wäre er geschützt vom Verkehr und das Land im Winkel könnte verkauft oder umgenutzt werden.

Wennschon, dennschon – diese Devise verfolgt der Rat auch bezüglich der Schulhaussanierung. Eine Innenerneuerung mit Estrich- und Kellerausbau kostet 2,8 Millionen Franken, schafft aber kaum mehr Platz. «Damit könnten wir lediglich den fehlenden Schulraum abdecken, den wir heute brauchen», so Gemeindepräsident Hardy Jäggi. Die Kinderzahlen steigen aber, das heisst man wäre vielleicht schon bald wieder am Anschlag. «Wenn wir in einigen Jahren wieder erweitern müssen, wird das sicher teurer», unterstrich er.

Die favorisierte Lösung beinhaltet deshalb eine Sanierung des Schulhauses mit Aufstockung des Zwischentraktes zwischen Igelhalle und Schulhaus. Das koste zwar rund 900'000 Franken mehr, dafür sei dies eine zukunftsträchtige Lösung, so Jäggi. Diese hätte auch den Vorteil, dass die Vereinslokale, die sich im Keller befinden, bestehen bleiben könnten und der neue Schulraum wäre sicher heller und komfortabler.

Peter Wüthrich vom Ressort Finanzen machte darauf aufmerksam, dass man sich über die Konsequenzen im Klaren sein müsse. «Wir müssen alles daran setzen, dass wir die Steuern nicht erhöhen müssen, sondern anders sparen können», so Wüthrich. Jäggi betonte, dass die Steuern in seinen Augen nicht erhöht werden müssen. Sofern nichts Unvorhergesehenes passiere, könne man kleinere Investitionen verschieben, etwa die Sanierung diverser Strassen.
Der Rat war sich klar einig, dass er die Varianten des Kindergarten-Neubaus und der Aufstockung des Schulhauses bevorzugt. «Weil das die zukunftsträchtigeren Varianten sind», so Jäggi. Mit grosser Mehrheit wurde beschlossen, dass der Bevölkerung nur diese favorisierte Variante, nicht eine Auswahl aus beiden Möglichkeiten, zur Abstimmung vorgelegt werden soll. Im Herbst können die Einwohnerinnen und Einwohner abstimmen, ob sie mit diesem Vorhaben einverstanden sind.