Der Gemeinderat wünscht im Schulhausbereich eine Temporeduktion auf der Kantonsstrasse. Er verabschiedete einen entsprechenden Antrag zur Prüfung von Massnahmen an den Kanton. «Wir fordern schon seit Jahren eine Geschwindigkeitsreduktion», erklärt Gemeindepräsident Gilbert Studer.

In einer ersten Phase wurde auch erreicht, dass der Kanton beim Schulhaus Bodenmarkierungen angebracht hat, die auf die Schule hinweisen. Die Markierungen bestehen seit einem Jahr. Aber der Verkehr hat auf der Kantonsstrasse, die in einem engen «S» zwischen dem alten und dem neueren Schulhaus durchführt, weiter zugenommen. «Wir haben Tempomessungen gemacht und teilweise Überschreitungen während der Tageszeit feststellen müssen.» Festgestellt habe man in diesem Zusammenhang auch eben eine Zunahme des Berufsverkehrs.

Zusätzliche Gefahrenmomente

«Auf der anderen Seite», so der Gemeindepräsident, «hat sich der Schulrhythmus im Vergleich zu früher massiv verändert.» Heute müssten die Kinder öfters am Tag zwischen den beiden Schulhäusern pendeln und dabei jeweils die Hauptstrasse überqueren. Die Gefahrenmomente häufen sich. «Wir haben deshalb beim Kanton beantragt, die Situation nochmals zu prüfen und zu verbessern.» Der Gemeinderat favorisiere klar Tempo 30 in diesem Abschnitt der Kantonsstrasse.

Die Forderung erhält umso mehr Bedeutung, als der Kanton beabsichtigt, die Einfahrtsgeschwindigkeit ausserorts in diesen Strassenabschnitt zu senken. 80 Meter vom neuen Schulhaus entfernt wird die Widlisbachquelle gefasst. Die Schutzzone ist nicht gesetzeskonform und muss neu ausgeschieden werden. Der Kanton will nun dort die Kantonsstrasse, die in der Schutzzone 2 liegt, verbreitern und die Geschwindigkeit von 80 auf 50 senken. Wenn für den Wasserschutz das Tempo auf der Kantonsstrasse reduziert werde, einige Meter weiter aber für die Schulkinder nicht, würde dies auf Unverständnis in der Gemeinde stossen, ist der Gemeindepräsident überzeugt.