Die Unterschriftensammlung der Einwohner und Einwohnerinnen gegen die Schliessung der Poststelle soll nicht ganz vergeblich gewesen sein. „Als Gemeinderat sind wir es den Leuten schuldig, dass wir etwas unternehmen“, bekräftigte Vizegemeindepräsident Michael Kummli (FDP) an der Gemeinderatssitzung. Dass man mit der Post verhandeln könne, bezweifelten die Räte zwar.

Auch Gemeindeschreiberin Vreni Zimmermann hatte an einer Sitzung mit Postverantwortlichen und Verwaltung den Eindruck erhalten, die Schliessung sei bereits besiegelt. Nun gelte es, alle rechtlichen Mittel auszuschöpfen, um diese möglichst lange hinauszuzögern, war sich das Gremium einig.

Als erste Massnahme schlug Kummli vor, das Protokoll der Sitzung mit den Delegierten der Post nicht zu unterschreiben. Zudem will er die Dialogveranstaltung verhindern, welche die Post im Herbst für die Bevölkerung plant. Er möchte nicht, dass sich die Leute erweichen lassen und sich mit den neuen Lösungen der Post abfinden. „Solange wir das Protokoll nicht unterschreiben, ist die Situation nicht geklärt, und solange wollen wir keine Veranstaltung der Post hier“, forderte Kummli.

Agnes Roth (CVP) will, dass der Gemeinderat tieferen Einblick in die Wirtschaftszahlen erhält. Dass die Poststelle tatsächlich in den Roten Zahlen steht, wie es die Post weismachen will, glauben die Räte nämlich nicht. Von den Angestellten der Filiale bekäme man einen ganz anderen Bescheid, wusste Zimmermann.

Wohin mit dem Plastik?

Der Gemeinderat stimmte dem Antrag der Baukommission zu, die Entsorgung von Altöl, Altglas, Metall, Kaffee-Kapseln und Kork weiterhin der Firma Almeta zu vergeben, die dies bereits seit 37 Jahren macht. Christine Stebler (SP) beantragte, auch Sammelcontainer für PET-Flaschen und Folienplastik hinzustellen. „Die Leute sammeln Plastik und können dieses nicht in der Gemeinde entsorgen“, beklagte sie sich.

Urs Ledermann (FDP) bezweifelte den Sinn der Kunststoffsammlung, da das zusammengetragene Material heute noch nach Österreich geführt werde, weil eine Weiterverarbeitung in der Schweiz zurzeit noch nicht möglich sei. Mit fünf zu vier Stimmen lehnte der Gemeinderat die Bereitstellung eines Plastiksammelcontainers zum heutigen Zeitpunkt ab, zumal ja bei Migros und Coop Entsorgungsmöglichkeiten bestünden.

Ampeln auf Grün

Die Primarschule hat bei der externen Schulevaluation durchwegs gute Noten erhalten. Aber obwohl alle Ampeln auf Grün stehen, will sich Schulleiter Sandro Reichen nicht mit der Situation wie sie ist zufrieden geben. Er will den Massnahmeplan beherzigen, den der Untersuchungsbericht vorschlägt. „Es gibt drei Schwerpunkte, die Verbesserungspotenzial beinhalten“, erläuterte er. Die Schüler und Schülerinnen könnten bei Problemen im Schulleben mehr in die Suche nach geeigneten Lösungen einbezogen werden. Auch die Elternmitwirkung habe Ausbaupotenzial.

Der Gesundheit der Lehrpersonen misst Reichen grosse Bedeutung bei. „Die Lehrer sind beträchtlicher Belastung ausgesetzt“, bestätigte der Schulleiter. Hier gelte es, den Druck so weit wie möglich zu reduzieren. Michael Kummli lobte die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Schule. Die sehr tiefe Personalfluktuation sei Beweis für ein ausgezeichnetes Schulklima, gab er sich überzeugt.

Im Jahr 2020 soll in Subingen ein grosses Fest steigen. Anlässlich des 750-Jahr Jubiläums wird die Gemeinde drei Tage lang in Festlaune schwelgen. Mehr soll noch nicht verraten werden. An der Gemeindeversammlung will das Organisationskomittee mit seinen Ideen an die Öffentlichkeit treten