Die Rechnung schliesst bei einem Aufwand von 6,35 Millionen mit einem Überschuss von 129'587 Franken. Das Ergebnis fällt damit um 80'000 Franken besser aus, als budgetiert.
«Zu verdanken haben wir dieses Ergebnis den Mehreinnahmen bei den Steuern», erklärte Gemeindeverwalter Franz Lüthi. Der Steuereingang 2017 liege um gut 78'000 Franken über dem Budgetbetrag. Damit konnten Mehrausgaben in gewissen Bereichen abgefedert werden, so sind etwa die Bildung und die soziale Sicherheit deutlich teurer als erwartet.

Nachtragskredite (über 30'000 Franken) betreffen die Löhne der Lehrpersonen Primarschule, die Schulgelder der Oberstufe (GESLOR) sowie die Sozialhilfe. In der Sozialhilfe sind die Kosten fast 80'000 Franken höher als der budgetierte Wert, welcher vom Kanton als Richtwert vorgegeben wurde. Die Nettoinvestitionen betragen gesamthaft 251'000 Franken. Enthalten sind dort bereits 164'000 Franken für die Sanierung des Schulhauses Widlisbach, wo die Bauarbeiten anfangs Sommerferien starten. Die Kennzahlen liegen momentan noch im grünen Bereich, der Selbstfinanzierungsgrad beträgt 160 Prozent.

Schulhaussanierung

Dies ändere sich aber bald schlagartig, nämlich durch die grossen Investitionen bei der Schulhaussanierung, erklärte Franz Lüthi. Diese war ebenfalls Gemeinderatsthema, denn dazu muss die Gemeinde Fremdkapital aufnehmen. Markus Boss, Präsident der Finanzkommission, zeigte verschiedene Möglichkeiten zur Darlehensaufnahme auf.

Der Gemeinderat entschied sich dagegen, zusätzlich noch einen Broker anzufragen, und will nun verschiedene gestaffelte Darlehen bei diversen Geldgebern anfragen. Bezüglich Schulhaussanierung informierte Jürg Allemann, dass bereits Arbeiten im Umfang von 3,1 Millionen Franken vergeben wurden und man bisher gut auf Kurs sei.

Veronika Fluri tritt zurück

Vizegemeindepräsidentin Veronika Fluri Bitterli wird per 11. Juni, also an der nächsten Gemeindeversammlung demissionieren. Der Gemeinderat hat deshalb die Daten für die Wahl des neuen Vizegemeindepräsidiums festgelegt. Die Wahl soll am 23. September stattfinden, ein allfälliger zweiter Wahlgang wurde auf den 25. November angesetzt – dies, weil an besagten Daten auch nationale Abstimmungen anstehen. Sollte sich nur eine Person für das Vizegemeindepräsidium zur Verfügung stellen, könnte diese bereits am 9. August in stiller Wahl bestätigt werden.

Veronika Fluri Bitterli war 21 Jahre lang Gemeinderätin. Sie erklärte im Anschluss an die Sitzung, dass sie nicht «am Sessel kleben» möchte und deshalb demissioniere. Nach 21 Jahren Gemeinderat möchte sie nun der nächsten Generation den Vorrang lassen. «Es ist schön, zu sehen, dass die Grünen in Rüttenen weiter zulegen», sagt sie. Sie war selbst die erste Grüne im Gemeinderat und freue sich, dass ihre Partei mit Fabien Choffat und Simon Knellwolf im Rat sehr gut vertreten sei. «Was mir am Herzen liegt, wird weitergetragen. Man engagiert sich in Rüttenen gut für die Umwelt.»