Rüttenen

Der Gemeinderat ist für ein vierstöckiges Gebäude

Gemeinderat unterstützt das Anliegen der Bürgergemeinde, den Neubau der Überbauung an der Hauptstrasse vierstöckig auszuführen.

Gemeinderat unterstützt das Anliegen der Bürgergemeinde, den Neubau der Überbauung an der Hauptstrasse vierstöckig auszuführen.

Der Rüttener Gemeinderat diskutierte die vorgesehene Änderung im Teilzonenplan zum Bauland der Bürgergemeinde und die Offenlegung des Chesselbachs.

Die Bürgergemeinde will die Parzelle an der Ecke Feldstrasse und Hauptstrasse gegenüber der ehemaligen Post überbauen. Der heute gültige Gestaltungsplan entspreche nicht mehr den heutigen Anforderungen. Diese sehen dichtes Bauen und Gewerbenutzung vor. Der Gemeinderat unterstützt einstimmig das Anliegen der Bürgergemeinde, die Zone zu einer vierstöckigen Zone aufzustocken, jedoch wird deutlich gemacht, dass der Teilzonenplan nur genehmigt wird, wenn gleichzeitig der Gestaltungsplan vorliegt.

Bisher war die betreffende Zone als dreistöckige Zone vermerkt gewesen, mit der Möglichkeit, um eine Attika aufzustocken. Aufgrund der gültigen Ausnützungsziffer, die eine maximale Erhöhung von 20 Prozent vorsieht, wurde jedoch eine Anpassung der Grundnutzung (Teilzonenplan) nötig. Das beauftragte Architekturbüro kam zum Schluss, dass aus ortsbaulichen Gründen neben den «La-Suisse-Blöcken» ein viertes Stockwerk dazu gebaut werden sollte.

Ein vierstöckiges Gebäude würde optisch entlang der Hauptstrasse passen, ausserdem befinde sich das Gebäude am tiefsten Punkt der Zone. Weiter passen aus optischer Sicht drei Stockwerke zum östlichen Gebäude der Überbauung. Die westliche Baute soll zweistöckig bleiben. So werde genügend Lichteinfall gewährleistet.

Chesselbach: Zwei Varianten

Der Chesselbach muss entlang der Hauptstrasse entweder eine neue Eindolung erhalten oder offengelegt werden. Dies, wie der Kanton mitteilte, weil Schäden festgestellt wurden, und die Sicherheit nicht mehr gewährleistet sei. Der Gemeinderat hat einen Projektvorschlag verlangt, um das Geschäft abschliessend beurteilen zu können und nun die Machbarkeitsstudie der Abteilung Kunstbauten des Amts für Verkehr und Tiefbau diskutiert.

Die erste der zwei Varianten fand der Gemeinderat ungünstig. Diese sieht mehrere Brücken vor, weil der Bach wegen der Höhenverhältnisse nach einer Offenlegung nur dem Trottoir entlang verlaufen würde. So würde eine Brücke im Zufahrtsbereich zum Pausenplatz und Parkplatz nötig. Eine neue Brücke wäre auch für die Querung der Schulstrasse nötig. Dazu würden weite Teile des Baches kanalisiert, nur in einem kleinen Bereich in der Südostecke des Pausenplatzes würde er zugänglich gemacht werden.

Für Offenlegung des Gewässers

Bei der zweiten Variante, die als sinnvoller erachtet wurde, würde der Bach im Südteil entlang des Trottoirs der Hauptstrasse verlaufen, anschliessend aber nach Norden zur heutigen Brücke an der Schulstrasse abbiegen. Ein kleiner Teil des Aussenplatzes des Kindergartens würde wegfallen, auch müsste der Parkplatz beim Gemeindehaus verkleinert werden.

Der Gemeinderat sprach sich nach der Diskussion einstimmig für die Offenlegung aus. Dabei kann Rüttenen auf finanzielle Unterstützung des Kantons hoffen, was bei einer Eindolung nicht der Fall ist. Dazu kommt, dass eine neue Eindolung schwierig umzusetzen und teurer sei. Auch könnten Kinder am offengelegten Bach spielen, was ein Plus darstelle. Die Abschnitte, für deren Umsetzung die Gemeinde zuständig ist, müssen in den nächsten zehn Jahren umgesetzt werden. Der erste Abschnitt wird vom Kanton übernommen und 2019 realisiert.

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