Seit dem 1. April wird der Paradieshof in Lohn-Ammannsegg nicht mehr landwirtschaftlich genutzt. Die Besitzer des Hofes mit 13 Hektaren Land haben nun ein Gesuch gestellt und wollen das Wohnhaus und die Scheune als Wohn- und Lagerraum umnutzen. Die Baukommission Lohn-Ammannsegg hat das Baugesuch behandelt und der Umnutzung zugestimmt. Dabei wurde nochmals klar gesagt, dass der heutige Ökonomieteil nur von den künftigen Mietern zu Lagerzwecken genutzt werden darf.

Auch der Gemeinderat hat sich in seiner letzten Sitzung nochmals mit dem Paradieshof beschäftigt. Schon vor einem halben Jahr hat er klar festgehalten, dass der Paradieshof nicht umgezont wird. Das ist auch im räumlichen Leitbild so festgehalten. «Wir hätten am liebsten einen Landwirtschaftsbetrieb, der wie es bisher war, bewirtschaftet wird», meint Gemeindepräsident Markus Sieber auf Anfrage.

Der Sohn des bisherigen Pächters hätte Interesse am Hof gehabt. Der Gemeinderat sei deshalb auch enttäuscht, dass der Wohn- und der Ökonomieteil umgenutzt werden soll. Auf das Verfahren als solches habe der Gemeinderat wenig Einfluss. «Wir möchten aber unserem Unbehagen Ausdruck geben», so Sieber. Die Behörden werden die Situation genau beobachten, macht er weiter klar. Nicht, dass sich die Nutzung schleichend verändere und plötzlich Drittmieter im Ökonomieteil eingemietet seien.

Da der Paradieshof ausserhalb der Bauzone liegt, bedarf es nebst der ordentlichen Baubewilligung der Bau- und Werkkommission der Einwohnergemeinde Lohn-Ammannsegg auch der Bewilligung durch das kantonale Bau- und Justizdepartement (§  38bis Planungs- und Baugesetz).