Bellach
Der Fraisa-Sozialprozent hilft gleich zwei Institutionen

Die Fraisa AG legt das beste Ergebnis der Firmengeschichte hin und beglückt ein Kinderheim sowie eine Kindertagesstätte mit je 60'000 Franken.

Urs Byland
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Regierungsrat Roland Fürst, Vertreter der Eigentümerfamilien, Vertreter der beglückten Institutionen, Kadermitarbeiter und Geschäftsführer Josef Maushart (rechts) bei der Vergabe des Sozialprozents.

Regierungsrat Roland Fürst, Vertreter der Eigentümerfamilien, Vertreter der beglückten Institutionen, Kadermitarbeiter und Geschäftsführer Josef Maushart (rechts) bei der Vergabe des Sozialprozents.

Hanspeter Bärtschi

Bereits zum vierten Mal verteilte die Fraisa AG Geld an Institutionen. Das sogenannte Sozialprozent gründe auf dem Willen der Besitzerfamilien, sich der Verantwortung zu stellen, erklärt Geschäftsführer und Verwaltungsratspräsident Josef Maushart: «Eigentum verpflichtet.» Das Sozialprozent, ein Prozent des Unternehmensgewinns, sei nicht das einzige gesellschaftliche Engagement der Firma. Das beginne bei der Ausbildung Jugendlicher, gehe über verschiedene Sponsorings, die Erzeugung einer lebenswerten Arbeitsumgebung bis hin zu Finanzierung des Staates durch Unternehmens- und Einkommenssteuern. Genau in diesem Moment betrat Regierungsrat Roland Fürst den Raum, was zu einer überschwänglichen Begrüssung durch Maushart führte.

Inzwischen 536 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 8 Ländern haben im letzten Jahr zu einem ausserordentlich guten Ergebnis beigetragen. Der Umsatz der Fraisa, Zerspanungswerkzeuge (Bohrwerkzeuge etc.) zur Metallbearbeitung für den Weltmarkt produziert, konnte auf 94,5 Mio. Franken gesteigert werden. Der Gewinn stieg um 43 Prozent auf 10,6 Mio. Franken zum besten Ergebnis in der 83-jährigen Firmengeschichte. Das Sozialprozent beträgt demnach 106'000 Franken und wurde von Fraisa auf 120'000 Franken aufgestockt.

Geld für Beziehungsdienstleister

Je 60'000 Franken erhielten die beiden Institutionen Kindertagesstätte Lorenzen in Solothurn und das Kinderheim Amitola in Neuendorf. Das vor 109 Jahren gegründete «Lorenzen» will, laut Kindertagsstättenleiterin Denise Arber, das Geld in die Infrastruktur investieren. So sollen Räume renoviert sowie Mobiliar und Spielsachen erneuert werden. Weiter werden das Naturpädagogikangebot weiterentwickelt und Fortbildungen finanziert.

Im Neuendörfer Kinderheim Amitola werden Kinder vom Babyalter bis 18 Jahren betreut, welche aus sozialen Gründen sowohl einen sozialpädagogischen als auch einen familiären Rahmen brauchen. Oft stammten die Kinder von suchtkranken Eltern, wie Leiterin Christa Misteli erzählte. Aktuell werden 18 Kinder betreut. Mit dem Projekt eines neuen Kinderheims sollen 25 Kinder ein Daheim erhalten. Die Spende der Fraisa werden die Zimmer im neuen Kinderhaus eingerichtet.