Obergerlafingen
Der Erweiterungsbau bringt Schülern und Lehrern mehr Luft und mehr Licht

Am Dienstagmorgen fand die offizielle Grundsteinlegung zur Erweiterung des Schulhauses statt. Dabei durften die Schüler eine Zeitkapsel mit Gegenständen füllen.

Rahel Meier
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Zeitkapsel wird bei der Grundsteinlegung vom Schulhaus Obergerlafingen gefüllt Die 1. und 2.-Klässler haben auch etwas für die Zeitkapsel
16 Bilder
Die Zeitkapsel wird verschlossen.
In diesem Schacht wird die Zeitkapsel später vergraben.
Die Schüler legen ihre Geschenke in die Kapsel. Wann sie wohl wieder ausgegraben wird?
Rolf Caccivio, Schulleiter, an der Grundsteinlegung des Neubaus vom Schulhaus Obergerlafingen
Grundsteinlegung vom Neubau vom Schulhaus Obergerlafingen: Urs Loosli, Präsident Baukommission
Yves Baumann, Architekt
Beat Muralt , Gemeindepräsident
Zeitkapsel wird bei der Grundsteinlegung vom Schulhaus Obergerlafingen gefüllt
Die Erstklässler haben sich in der Zeitkapsel verewigt.
Die Zeitkapsel ist an ihrem Bestimmungsort.
Vertreter von Schule, Behörden und Architekturbüro.

Zeitkapsel wird bei der Grundsteinlegung vom Schulhaus Obergerlafingen gefüllt Die 1. und 2.-Klässler haben auch etwas für die Zeitkapsel

Hanspeter Bärtschi

Kleine Schatztruhen, die die Kindergärteler gefüllt haben. Steckbriefe der 1.- und 2.-Klässler, ein Buch mit vielen guten Wünschen für die Bauzeit und die nachfolgenden Generationen von Schülerinnen und Schülern der 3. und 4. Klasse und ein Glücksbringer der 5.- und 6.-Klässler: das alles wurde am Dienstag in eine Zeitkapsel gelegt, die im Fundament des neuen Schulhauses in Obergerlafingen, einbetoniert wird. Dazu kamen das Modell des Schulhauses mit Erweiterungsbau, eine Solothurner Zeitung, die Einladung zur Grundsteinlegung und zwei Flyer mit den Namen und Fotos des Gemeinderates und der Spezialkommission für die Schulraumerweiterung.

Symbolischer Akt

«Die Grundsteinlegung ist ein wichtiger symbolischer Akt», meinte Urs Loosli (Präsident Baukommission) am Dienstagmorgen. Darum habe man sich dazu entschieden, nicht einfach «einen Stein zu verlochen», sondern in einer kleinen Feier eine Zeitkapsel zu befüllen und so der Nachwelt ein Zeugnis zu hinterlassen.

Gemeindepräsident Beat Muralt freute sich, dass es nun «volle Pulle» losgeht. «Wobei die Arbeiten ja schon vor drei Jahren begonnen haben», wie er erklärte. Damals habe man mit den Evaluations- und Planungsarbeiten gestartet. Das Tempo, das man vorgelegt habe, sei für eine keine Gemeinde wie Obergerlafingen bemerkenswert, meinte er weiter. «Personell und finanziell ist das Projekt ebenfalls anspruchsvoll.» Die offizielle Grundsteinlegung zeige, dass man in der Gemeinde zu dieser Investition von 5,85 Mio. Franken für die Jugend stehe.

Alle sollen sich wohl fühlen

«Ein Schulhaus bauen zu dürfen, ist immer etwas ganz Spezielles», so Yves Baumann (Bauzeit Architekten, Biel). Schule zu geben sei heute eine ganz andere Herausforderung, als vor Jahren. Das sei auch in den Schulhäusern zu spüren. Das Raumangebot müsse andere Anforderungen erfüllen. Der Erweiterungsbau in Obergerlafingen sei eingeschossig geplant worden. Aus jedem Klassenzimmer gebe es einen direkten Ausgang ins Freie. «Uns war es wichtig, dass sich alle im Neubau wohl fühlen.» Hier hakte auch Schulleiter Rolf Caccivio ein. «Wir freuen uns auf die neuen Räume.» Zum Lernen brauche es nicht nur Räume, sondern auch den Kopf und den Körper. Man müsse sich im Schulhaus und in der Umgebung bewegen können, man müsse zuhören, gut sehen und atmen können. Das alles werde mit dem Neubau verbessert. Im alten Schulhaus seien, so Caccivio, sowohl die Lichtverhältnisse, als auch die Akustik und die Lüftungssituation eher unbefriedigend.

Das Wort «Grundsteinlegung» hat für Caccivio mehrere Bedeutungen. Das erste sei «Grund» oder «Fundament». Mit dem Grundstein werde das Fundament für die Zukunft gelegt. Das Wort «Stein» weise auf das Baumaterial hin. «Es ist ein Symbol für Robustheit und Nachhaltigkeit.» Ein Vorteil ist für den Schulleiter zudem, dass der Kindergarten mit der Erweiterung ins Schulareal zügelt. «Der Kindergarten gehört heute zur Volksschule.» Der Zusammenhalt und das Gemeinsame werde so gestärkt.