Es bedarf definitiv eines Exploits, will der Eishockey-Zweitligist EHC Bucheggberg den Playoff-Viertelfinal gegen Mirchel überstehen. Nach der 3:9-Niederlage in Spiel 1 begegnen sich die Kontrahenten Mittwoch in Zuchwil erneut. «Wir waren auf keinen Fall sechs Tore schlechter», wehrt sich Präsident Peter Zimmermann. Im ersten und dritten Drittel hätte man sehr gut mitgehalten, im Mitteldrittel (1:6) knickten die Bucheggberger nach einer 5-Minuten-Strafe ein. Insofern ist die Ausgangslage in Spiel 2 gar nicht unspannend.

Bekannte Grössen

Allein, es passte formidabel zu den «Buechibärgern», wenn sie noch ein «Bömbeli» platzen liessen. Neben dem Eis tun sie dies nämlich regelmässig. Da war einst das eigene Hallen-Projekt in Bätterkinden, das viel zu schreiben und reden gab. Dann war da der Ex-Internationale und zweifache Schweizer Meister mit Lugano, Arnold Lörtscher, der während vier Jahren Trainer war und für den Promi-Faktor sorgte.

Mit Rolf Grubauer stand in der Zeit zudem ein legendärer Name zwischen den Pfosten – der Sohn von Langnaus Meister-Goalie und Legende Edi Grubauer nämlich. Und derzeit? Derzeit trägt Goalietrainer Flavio Streit einen Namen, den man in der Szene kennt. Streit – ein Mann mit ausgiebiger Nationalliga-Vergangenheit (u.a. NLA mit Basel und Rapperswil). Der Kontakt zu Letzterem kam durch dessen Cousin Pascal zustande, der beim EHCB stürmt. «Es ist schon eine gewisse Strategie dahinter», gibt Präsident Zimmermann zu.

Wie der grosse SC Bern verstehen es die Bucheggberger clever, von sich reden zu machen. Auch ohne sportliche Husarenstücke vom Zaun zu reissen. Der solide Mittelfeldklub spielt gekonnt auf der Klaviatur des Marketings. Indes, es geht längst nicht nur um Reklame: «Wir wollen unseren Spielern auch einen Anreiz bieten, zu uns zu kommen», sagt der Präsident. Was Geld angeht, sind die Bucheggberger nämlich äusserst restriktiv. «Wir sind weit davon entfernt, uns auf finanzielle Abenteuer einzulassen», hält Zimmermann fest. Lieber einmal absteigen, als sich verschulden.» So steht der Verein bilanzmässig tipptop da. Auch eher die Ausnahme – ganz wie der SC Bern eben ...

Duell um Bronze

Mehr als die Nummer 3 im Kanton hinter dem EHC Olten (NLB) und Zuchwil Regio (1. Liga) will man gar nicht sein. In der Hinsicht duelliert sich Bucheggberg regelmässig mit Altstadt Olten. Heuer ging Bronze im Kanton an die Oltner, welche die Qualifikation auf Rang 2 beendeten. Bucheggberg kam trotz zehn neuer Spieler– teilweise sehr jungen – auf Rang 5. Doch wer weiss? Vielleicht kann Bucheggberg das Blatt noch wenden und sich für den Playoff-Halbfinal qualifizieren. Möglicherweise packt die junge Truppe ja in Spiel Nummer 2 des Playoff-Viertelfinals gegen Mirchel, ganz der Vereinsphilosophie folgend eben, ein kleines «Bömbeli» aus ... 

Eishalle Zuchwil, 20.15 Uhr.