Weil er in Drogengeschäfte verwickelt war, musste der reformierte Pfarrer aus Subingen das Pfarrhaus letztes Jahr verlassen. Der Mann war an Weihnachten 2014 am Flughafen in Kloten festgenommen worden, als er einen Drogenkurier aus Brasilien abholte.

Bis im Februar 2015 sass er in Untersuchungshaft. Weil er sich geständig zeigte, wurde im abgekürzten Verfahren eine bedingte Freiheitsstrafe von zwei Jahren ausgehandelt. Die Richter beurteilten diese aber als zu mild und schickten die Anklage zurück an den Absender.

Am 20. April steht der ehemalige Pfarrer nun erneut vor dem Bezirksgericht Bülach. In einem ordentlichen Verfahren wird der Deutsche wegen der Mithilfe bei der Organisation von Drogeneinfuhren verurteilt.

Es geht um ein Kokaingemisch von 3 Kilo. Angeklagt ist er zudem wegen mehrfacher Geldwäscherei. Vor Gericht stehen wird auch eine mit dem Ex-Pfarrer befreundete Schweizerin mit Jahrgang 1986, in deren Auftrag der Mann nach eigenen Angaben gehandelt haben will.

Ob es bei einer bedingten Strafe bleibt oder diese tatsächlich höher ausfällt, bleibt offen. Fest steht, dass die Anklage inzwischen ein höheres Strafmass angesetzt hat, wie die zuständige Staatsanwältin auf Anfrage sagt. (crs)