Heute Nachmittag durfte Ernst Hürlimann (Präsident Wohnbaugenossenschaft am Dorfbrunnen) zum Baustart für den Umbau des alten und denkmalgeschützten Hauses an der Dorfstrasse 20 im Dorfteil Nennigkofen begrüssen. Er musste seine Stimme etwas erheben, um die Maschinen zu übertönen, mit denen im Innern des Hauses bereits gearbeitet wurde.

Tatsächlich hatte sich der Baustart für die Seniorenwohnungen verzögert, vor allem wegen der Brandschutz-Auflagen. Mit fast eineinhalb Jahren Verspätung hat man nun mit dem Umbau begonnen. Dafür hat das Architekturbüro Guido Kummer & Partner, gemeinsam mit der Spezial-Baukommission der Genossenschaft, im Vorfeld bereits den grössten Teil der Offerten eingeholt und viele der Arbeiten schon vergeben. «Wir schlagen deshalb heute nicht nur einen Pflock ein, sondern lassen voll los mit den Arbeiten», meinte Guido Kummer.

Historisch wichtiges Dorfbild

Kummer hat in Lüsslingen-Nennigkofen bereits mehrere Häuser umgebaut. «Wir stehen hier an einer Strasse mit nationaler Bedeutung, wenn es um national bedeutende Dorfbilder und den Denkmalschutz geht», erklärte er. Mit der Bausubstanz des 230-jährigen Hauses müsse man subtil umgehen. «Das wunderschöne, alte Bauernhaus wird schon bald mit neuem Leben gefüllt», so Kummer. Zugleich lebe man damit den neuen Richtlinien in der Raumplanung nach, indem nach innen verdichtet wird.

«Die Gemeinde hat weitsichtig gehandelt mit dem Kauf des Hauses», so Kummer weiter. Mit den Seniorenwohnungen könne es älteren Menschen, denen ihre Einfamilienhäuser zu gross werden, ermöglicht werden, im Dorf zu bleiben. Er zeigte sich überzeugt, dass sich rund um die Seniorenwohnungen schon bald ein neuer Dorfplatz entwickeln könne.

Ernst Hürlimann wiederum hoffte auf gutes Gelingen und eine unfallfreie Bauzeit. «Wer hohe Türme bauen will, muss lange beim Fundament verweilen», zitierte er Aristoteles. Kurz ging er nochmals auf die Verzögerungen ein, die sich bei der Umsetzung ergeben hatten.

Er zeigte sich aber erfreut, dass das Fundament nun so stark sei, dass zwölf Türme, sinnbildlich für die zwölf projektierten Seniorenwohnungen, aufgebaut werden könnten. «Der Charme des alten Bauernhauses soll erhalten bleiben, obwohl zeitgemässe Wohnungen eingebaut werden», meinte er. Der Umschwung sei grosszügig und der Blick auf den Jura einmalig. «Die Nähe zum Schulhaus verbindet Alt und Jung.»