«Das zwölfte Jahr führen wir nun diese Erlebnistouren durch», sagte Beat Stähli, Präsident des Vereins Pro Buechibärg, und prophezeite, dass Ulrich Stebler die Ideen noch lange nicht ausgehen würden. «Rund 3000 Bratwürste wurden bisher grilliert», verdeutlichte er in Vorfreude. Die obligate Buechibärger-Wurst ist nämlich von den Erlebnistouren nicht mehr wegzudenken. Diese durften die rund 50 Teilnehmenden zum Ausklang in Unterramsern in einer speziellen Atmosphäre geniessen. Das gemütliche Zusammensein wurde in der Abendsonne auf dem Vorplatz der alten Brennerei, inmitten von Kunstobjekten aus Bronze, oxidiertem Eisen und Stahl, zum Vergnügen.

Brennerei wegen Milchkrise

Im Jahr 2008 erwarb Alfred Maienfisch die Alte Brennerei und eröffnete drei Jahre später mit Kurator Tom Gantner eine bemerkenswerte Kunstgalerie mit drei jährlichen Ausstellungen. Viele bekannte Künstler zeigten hier bereits ihre Skulpturen und Bilder, eine Plattform erhalten aber auch junge Kunstschaffende. «Kunst lebt und entfaltet sich in diesen Gemäuern», veranschaulichte Tom Gantner, der die Interessierten durch die Räume führte. In der Tat wurde das Innenleben der ehemaligen Brennerei kaum verändert, und es übt eine ganz spezielle Faszination aus. Die Besucher durften sich vom besonderen Zusammenspiel von Kunst und den alten Stiegen, Wänden, Böden und Decken verzaubern lassen. Zum Bau der Alten Brennerei führten im Jahr 1903 Absatzschwierigkeiten von Milch und Käse. Die Bauern pflanzten daher vermehrt Kartoffeln an. Um die riesigen Kartoffelberge zu verwerten, beschloss der Bund, 12 Schnapsbrennereien zu bauen. In Unterramsern wurden 1905 rund 700 Tonnen Kartoffeln zu Schnaps gebrannt. 1928 hatte die Brennerei ausgedient und die Bauern benutzten sie fortan als Lagerraum.

Holzbau Mollet seit 117 Jahren

Dass Holzverarbeitung Handwerkskunst beinhaltet, zeigte Adrian Mollet von der Mollet Holzbau AG. «Hier wird mit Holz und Begeisterung gebaut», steht in grossen Lettern in der Halle geschrieben. Gegründet wurde das Unternehmen vor 117 Jahren. Seit 1998 führen die Gebrüder Adrian und Jürg Mollet den Betrieb in vierter Generation mit inzwischen 16 Beschäftigten. Die Leitung hat seit anderthalb Jahren Bruno Ryser inne. Die Firma bietet ein breites Spektrum im Holzbau an – Neu- und Umbauten sowie Innenausbau. Stolz erwähnte Adrian Mollet die Sanierung von alten Speichern, zusammen mit der Denkmalpflege. Die Solaranlage auf dem Dach der Fabrikationshalle liefert pro Jahr 180 000 Kilowattstunden. Die Mollet Holzbau AG bedient zudem die Hackschnitzelheizung des Wärmeverbundes Unterramsern AG, an welche 24 Häuser mit 38 Haushaltungen angeschlossen sind.

2. Erlebnistour: Do, 20. Juli, Besuch der Jesuitenkirche und des Steinmuseums in Solothurn. 3. Erlebnistour: Do, 27. Juli, Besichtigung der Bodenmessstation in Mühledorf, jeweils 18.30 Uhr. Infos unter www.buechibaerg.ch